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Sandstein-Museum

„Ausgesprochen schöne Ausstellung“

Havixbeck

Es gibt viel zu entdecken: Gleich mit 70 Exponaten aus Ruhrsandstein und Bronze ist der Ahlener Steinmetzmeister und Gestalter An­dreas Magera im Sandstein-Museum vertreten.

Von Marita Strothe

Gut 70 Exponate aus Stein und Bronze des Steinmetzmeisters und Gestalters Andreas Magera sind im Baumberger Sandstein-Museum zu sehen. Museumsleiter Dr. Joachim Eichler freut sich über die „ausgesprochen schöne Ausstellung“. Foto: Marita Strothe

Museumsleiter Dr. Joachim Eichler hat sich entschieden: „‚Tag am Meer‘ ist meine Lieblingsskulptur“, verriet er am Freitagabend, als im Baumberger Sandstein-Museum die Eröffnung der Sonderausstellung von Andreas Magera begangen wurde. Eichler schwärmte davon, wie sehr die Struktur des zweifarbigen Ruhrsandsteins und die Bronzefigur zueinander passen und in ihrer Kombination eine faszinierende Wirkung erzielen.

Gut 70 Exponate aus Stein und Bronze des Steinmetzmeisters und Gestalters An­dreas Magera sind nun bis zum 7. November in der alten Wagendurchfahrtsscheune des Hofs Rabert und im Innenhof des Museums zu sehen. „Eine ausgesprochen schöne Ausstellung“, unterstrich Dr. Eichler am Freitag in seiner Begrüßung. Er freue sich, dass seine Kollegin Cathrin Twents den Kontakt mit dem Ahlener Künstler übers Internet geknüpft habe.

Härte von Stein und Bronze

Im Vergleich zum Baumberger Sandstein sei der von Magera hauptsächlich verwendete Naturstein, der Ruhrsandstein, deutlich härter, erklärte Eichler. Andreas Magera vereine die Härte von Stein und Bronze zu Skulpturen mit typografischen Feinheiten, Farbe und Geschichten. Dabei sind diese Erzählungen nicht fest vorgegeben, sondern können von jedem Betrachter individuell interpretiert und erlebt werden. „Die Titel helfen der Fantasie“, so der Museumsleiter, der die „royale Ausstellung“, schließlich seien alleine vier Könige und eine Königin unter den Exponaten, am Eröffnungsabend mit seiner eigenen Installation „Rotwein an Sägeblatt“ ergänzte.

Museumsleiter Dr. Joachim Eichler freut ich sehr, dass das Museum rund 70 Exponate von Andreas Magera zeigen kann. Foto: Marita Strothe

Diese sorgte im Verlauf des Abends dafür, dass An­dreas Magera und die rund 20 Kunstfreunde während ihrer Gespräche keine trockenen Kehlen bekamen. Dabei erfuhren sie vom Künstler, dass der Anstoß für die kleinen Bronzekönige im Kindergarten erfolgte. Als er einen Sohn abgeholt habe, berichtete der Gestalter schmunzelnd, sei ihm aufgefallen, dass sich die Kinder dort wie kleine Könige fühlen.

Sensibles Gespür für Emotionen

Sein sensibles Gespür für Momente und Emotionen machen die Werke von An­dreas Magera zu echten Hinguckern. Mit handwerklichem Geschick und Expertenwissen wirft Magera einen genauen Blick auf die Geschichten der Menschen und die Dinge des Alltags. Seine Erkenntnisse überträgt er auf Stein und Bronze und kreiert so berührende Geschichten.

Andreas Magera im Gespräch mit Teilnehmern der Ausstellungseröffnung. Foto: Marita Strothe

Das Besondere an den Skulpturen ist ihre Veränderlichkeit, hat Magera einmal über seine Werke gesagt. „Wie Menschen, Wein und guter Käse reifen sie, verändern sich durch den Einfluss von Wetter und Zeit. Ihre Geschichte schreibt sich weiter. Wie die großen Industriedenkmäler und Ruinen. Einst Orte des Handwerks, Fachwerks, jetzt durch den Wandel der Infrastruktur und den Einfluss der Natur zu Orten der Kultur und Kunst geworden.“

Da ist das Baumberger Sandstein-Museum auf dem Hof Rabert der ideale Ort für diese Ausstellung.

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