1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. Bestattungen in Ruhe und Natürlichkeit

  8. >

Grüne und SPD beantragen Einrichtung eines Waldfriedhofs

Bestattungen in Ruhe und Natürlichkeit

Havixbeck

Die Einrichtung eines Waldfriedhofs schlagen Bündnis 90/Die Grünen und die SPD in einem gemeinsamen Antrag an den Rat der Gemeinde Havixbeck vor. Mit seiner besonderen Atmosphäre biete ein Bestattungswald eine Alternative zum gemeindlichen Friedhof.

In Warendorf besteht bereits die Möglichkeit zu Bestattungen in einem Friedwald. SPD und Grüne beantragen, auch in Havixbeck einen solchen Waldfriedhof zu schaffen. Foto: Jörg Pastoor

Die Bestattungskultur erfährt auch in der Gemeinde Havixbeck vermehrt einen Wandel. Neben der klassischen Form der Beisetzung in Gräbern als Erd- oder Urnenbestattung wächst das Interesse an alternativen Begräbnismöglichkeiten. So sind auf dem Havixbecker Friedhof inzwischen in ausgewählten Bereichen auch Baumbestattungen möglich.

Voraussetzung prüfen

Bündnis 90/Die Grünen und die SPD gehen in einem gemeinsamen Antrag an den Gemeinderat einen nächsten Schritt. Die beiden Fraktionen beantragen: „Die Verwaltung wird beauftragt, die rechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines Waldfriedhofs in der Nähe von Havixbeck zu prüfen/prüfen zu lassen.“

„Eine Waldbestattung im Einklang mit der Natur ist für viele Menschen die ideale Form der letzten Ruhestätte“, begründen Grüne und SPD ihre Initiative. „Sie findet auch bei uns immer größeren Zuspruch und wäre eine gute Ergänzung zu anderen Bestattungsformen hier in Havixbeck.“ Vorstellbar wäre aus Sicht der beiden Fraktionen eine enge Kooperation mit den Nachbarkommunen. Auch eine mögliche Mitträgerschaft durch die Gemeinde sollte geprüft werden.

Alternative zum gemeindlichen Friedhof

Mit seiner besonderen Atmosphäre biete ein Bestattungswald eine Alternative zum gemeindlichen Friedhof. Spezielle, für Beisetzungen vorgesehene Wälder böten besondere Orte der Ruhe und Natürlichkeit, so Grüne und SPD in ihrer Antragsbegründung weiter. Sie verweisen auf ein pflegefreies Grab und geringere Kosten gegenüber anderen Bestattungsformen. „In vielen Bestattungswäldern können sich Interessierte gemeinsam mit Familie und Freunden einen Baum teilen“, führen die Antragsteller ein weiteres Argument für einen Waldfriedhof an. Da die Menschen im Wald mehr oder weniger frei von Konventionen und Zwängen seien, könnten Trauerfeiern dort ganz individuell gestaltet werden.

Startseite