Freiwilliges Soziales Jahr

Bis ans andere Ende der Welt

Havixbeck

Jedes Jahr stellen sich Jugendliche in Deutschland die Frage, wie ihre Zukunft nach dem Schulabschluss aussehen soll. 26 junge Deutsche haben sich aktuell für einen Freiwilligendienst in Neuseeland mit dem Verein ICJA entschieden und verließen Ende Juli für ein Jahr ihre Heimat. Unter ihnen ist Ann-Christin Lampen.

Kerstin Adass

Die Havixbeckerin wird im Camp „El Rancho“ mit neun weiteren internationalen Freiwilligen sowohl bei Haushaltsaufgaben als auch bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen helfen. El Rancho ist ein christliches Camp, das 1963 gegründet wurde und seitdem als gemeinnützige Organisation Werte wie Nächstenliebe und Gemeinschaft vermittelt.

Zu Gästen des Camps zählen Kinder, Jugendliche, Familien, Schulklassen und andere Gruppen. Eine besondere Rolle spielt die Vielfältigkeit der Menschen, die dort in Waikanae Beach, gut 40 Kilometer von Neuseelands Hauptstadt Wellington entfernt, auf der Nordinsel Neuseelands aufeinandertreffen.

Schon auf dem zehntägigen Vorbereitungsseminar in Witzenhausen wurden die Freiwilligen zu aktuellen kulturellen, sozialen und politischen Themen informiert. Von Vorträgen zu Medien und Berichterstattung bis hin zu Themen wie Rassismus, Gender und Identität wurden viele Bereiche von den Betreuern, die selbst schon im Ausland Erfahrungen sammeln konnten, abgedeckt.

Momentan herrschen in Neuseeland milde winterliche Temperaturen. „Meine Sommersachen sind ganz unten im Koffer, die werde ich erstmal nicht brauchen“, lacht Ann-Christin Lampen.

Über Weihnachten, im neuseeländischen Hochsommer, dürfen die jungen Erwachsenen einen Monat lang das Land bereisen. Für diese Zeit hat die Abiturientin sich zusammen mit zwei Freunden ein Auto organisiert, dass aus dem Besitz zweier ehemaliger Freiwilliger stammt.

Um den Auslandsaufenthalt zu finanzieren, haben die Jugendlichen Förderkreise aufgebaut. Einen Teil der Kosten übernimmt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen der Förderung für Internationalen Jugendfreiwilligendienst.

Weil Neuseeland aber kein Entwicklungsland ist, müssen die Freiwilligen den restlichen Teil in Form von Spenden von Familie, Bekannten, Vereinen und Firmen selbst beisteuern. Dafür werden sie während ihres Aufenthaltes mit Essen versorgt, wohnen in WG-ähnlichen Unterkünften in ihrem jeweiligen Projekt und erhalten ein Taschengeld.

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