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Duo Da Capo spielt in Seniorenheimen

Bis zu fünf Auftritte täglich

Havixbeck

Anderen mit Musik eine Freude bereiten – das ist in Zeiten von Corona womöglich noch wichtiger als sonst schon. Das Havixbecker Duo Da Capo ist deshalb unermüdlich in Seniorenheimen unterwegs.

Nanni Nolting und Ralf Mertens (l.) absolvieren derzeit Auftritt um Auftritt. Mit ihrer Musik wollen sie Freude in die lange isolierten Seniorenheime bringen. Foto: Salonorchester Da Capo

Lockdown, Social Distancing, Kontaktverbot – bei dem ein oder anderen kann sich seit Corona schon einmal das Gefühl der Einsamkeit einschleichen. Doch Musik kann in diesem Fall ein wunderbarer Trostspender sein. Mit kleinen Konzerten ein wenig Freude in die Einsamkeit verschiedener Seniorenheime zu bringen, ist deshalb das erklärte Ziel eines ganz besonderen Projekts des Havixbecker Salonorchesters Da Capo: „Alles außer gewöhnlich“.

Das Duo Da Capo mit der 78-jährigen Nanni Nolting am Piano und dem Trompeter Ralf Mertens vom Salonorchester Da Capo ist zurzeit regelmäßig in den Einrichtungen unterwegs und spielt dabei ohne Gage, um mit den Konzerten besonders älteren Menschen ein Gefühl der Solidarität und Verbundenheit in der Gesellschaft zu geben. „Wir spielen in den kommenden Wochen in mehr als 20 Einrichtungen, bis zu fünf Auftritte am Tag, damit möglichst viele Einrichtungen an dieser Initiative teilhaben können“, sagt Nanni Nolting.

„Mit Mut der Krise trotzen“

Gefördert wird das Engagement im Rahmen des Programms „Mit Mut der Krise trotzen“, einer Initiative des NRW-Landtags und der Landesregierung. Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrats NRW, würdigt deshalb auch den Einsatz der vielen beteiligten Ehrenamtlichen: „Die Bereitschaft, Menschen in Wohneinrichtungen mit Musik aus ihrer Einsamkeit zurück ins gesellschaftliche Leben zu holen, ist bei unseren Vereinen groß. Es braucht nur wenig finanzielle Unterstützung, um das Engagement zu ermöglichen. Landtag und Landesregierung geben hier das richtige Signal.“

Glücklicherweise sei die Isolation nicht mehr so akut wie in den Monaten zuvor, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Einrichtungen sind wieder mit viel mehr Leben gefüllt – und so wird dieses Angebot der Initiative mit großer Dankbarkeit angenommen. „Es hat sich aber gezeigt, dass über diese besonderen Konzerte eine Brücke geschlagen werden kann und diese zur kulturellen Teilhabe älterer Menschen beitragen“, sagt Tobias Vormann, Einrichtungsleiter des Marienstiftes.

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