Havixbecker Ferienprogramm

Brot mit den Teitekerlken gebacken

Havixbeck

Den Teig kräftig durchzukneten, macht riesig Spaß, ist aber auch ganz schön anstrengend. 20 Kinder haben diese Erfahrung gemacht beim Brotbacken mit Friedhelm Brockhausen und Birgit Schulze Havixbeck vom Heimatverein.

Ina Geske

Insgesamt 20 Havixbecker Kinder haben zusammen mit Friedhelm Brockhausen und Birgit Schulze Havixbeck vom Heimatverein im Steinofen des Hauses Sudhues Brot gebacken. Foto: Ina Geske

Untätig in den Sommerferien herumzusitzen, ist für Havixbecker Kinder nichts. Daher machten sie sich im Rahmen des Ferienprogrammes der Gemeinde Havixbeck auf den Weg ins Haus Sudhues, um unter dem Titel „Vom Korn zum Brot“ selbst im hauseigenen Steinofen Brot zu backen.

Als ersten Arbeitsschritt feuerten an zwei Terminen jeweils zehn Kinder unter Aufsicht und Anleitung von Friedhelm Brockhausen, Vorsitzender des Heimatvereins, den großen Steinofen an. „Er muss circa eineinviertel Stunden vorher laufen, bevor man backen kann“, verriet Brockhausen zur Handhabung des Ofens. Denn man brauche eine gleichmäßige Hitze, die durch eine ordentliche Glut erzeugt werde, erzählte er weiter.

Der nächste Schritt im Brotbackprozess gefiel den Kindern wirklich gut: „Das Kneten war das Beste. Das ist immer so matschig und klebrig. Das war lustig“, waren sich die Kinder einig. „Das Kneten ist immer eine spannende Sache, weil es so klebt“, wusste auch Brockhausen aus Erfahrung zu berichten. Tatkräftig unterstützt von ihm sowie Birgit Schulze Havixbeck vom Heimatverein, vermengte jedes Kind 750 Gramm Mehl, einen Würfel Hefe, einen Esslöffel Salz, vier Esslöffel flüssige Butter, einen Teelöffel Zucker sowie 250 ml Milch und knetete alles kräftig durch. „In der Endphase muss man dann immer etwas nachhelfen. Für die Kleinen ist das schwere Kneten der großen Laibe nicht ganz einfach“, berichtete Schulze Havixbeck.

Daraufhin ließ man den kräftig gekneteten Teig abgedeckt ruhen. Dies konnten die Mädchen und Jungen nutzen, um das Haus Sudhues zu erkunden und erobern. „Die haben früher in ganz komischen Kuhlen geschlafen“, hinterließen die Betten einen ganz besonderen Eindruck bei den Kindern.

Nach der spannenden Entdeckungstour kneteten die jungen Bäckerinnen und Bäcker ihre Brotlaibe noch ein weiteres Mal durch und ließen den Teig anschließend weitere 20 Minuten ruhen. In dieser Phase erzählte Friedhelm Brockhausen kleine Geschichten von den sagenhaften Teitekerlken und Spinnenmöderken sowie weitere spannende Geschichten aus den Baumbergen.

Dann ging es noch einmal heiß her: Die Glut wurde aus dem Ofen geholt, anschließend wischte ihn Friedhelm Brockhausen einmal nass aus und dann kamen die individuell geformten Laibe in den etwa 250 Grad Celsius heißen Ofen. Dort blieben sie für ungefähr eine Stunde.

In der Zwischenzeit war großes Reinemachen angesagt. Da half auch kein Murren, denn Friedhelm Brockhausen ließ bei der Sauberkeit keine Widerworte zu. Gemeinsam waren die Aufräumarbeiten schnell erledigt. Abschließend belohnte Brockhausen die Kinder, indem er aus Julia Koch-Suwelacks Buch „Annette, das Kleeblatt, und die Teitekerlken“ vorlas und nebenbei die Illustrationen über einen Beamer zeigte.

Während der Vorlesestunde wurde der Duft von frisch gebackenem Brot von Minute zu Minute stärker. Und riesengroß war die Freude, als die fertigen Brotlaibe hervorgeholt wurden. „Wir haben heute gelernt, wie man Brot backt“, waren am Ende alle Kinder stolz. Mit dem noch warmen Brot in den Händen traten sie den Heimweg an und konnten daheim von erlebnisreichen Stunden berichten.

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