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Enttäuschung bei SPD und FDP

CDU und Grüne gewinnen hinzu

Havixbeck

Die CDU und die Grünen haben das Rennen bei der Landtagswahl in der Gemeinde Havixbeck gemacht. Enttäuschung machte sich hingegen bei der SPD und der FDP breit, die beide Verluste einfuhren.

Von Ansgar Kreuz

Reichlich zu zählen hatten die drei Briefwahlvorstände im Rathaus. Der Anteil der Briefwähler stieg bei dieser Landtagswahl in Havixbeck auf 47 Prozent. Foto: Ansgar Kreuz

Die CDU ist in der Gemeinde Havixbeck der klare Gewinner der Landtagswahl. 42,5 Prozent der Zweitstimmen fuhren die Christdemokraten am Sonntag ein. Damit verbesserten sie ihr Ergebnis aus dem Jahr 2017 um 3,4 Prozent. Kräftig zulegen in der Wählergunst konnten Bündnis 90/Die Grünen, die sich auf 23,6 Prozent (plus 13,6) steigerten.

Die SPD verlor in der Baumberge-Gemeinde erneut an Wählerstimmen. Die Sozialdemokraten rutschten auf 20,7 Prozent (minus 7,4) ab. Auch die FDP musste klare Verluste hinnehmen und landete am Ende bei 5,7 Prozent (minus 7,1 Prozent).

Klare Verhältnisse bei den Erststimmen

Klare Verhältnisse herrschten in Havixbeck bei der Wahl der Direktkandidaten, während es bezogen auf den gesamten Wahlkreis 85/Münster III – Coesfeld III den ganzen Abend über ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Dr. Julian Allendorf (CDU) und Dorothea Deppermann (Grüne) gab.

Die Ergebnisse bei den Erststimmen in Havixbeck: Dr. Julian Allendorf (CDU) 42,9 Prozent, Dorothea Deppermann (Grüne) 26,9 Prozent, Thomas Kollmann (SPD) 20,3 Prozent, Linda Belau (FDP) 4,4 Prozent, Ralf Pöhling (AfD) 2,5 Prozent, Joshua Samuel Strack (Die Linke) 1,5 Prozent, Ulrich Hill (Die Partei) 1,2 Prozent und Dr. Torsten Stölting (Volt) 0,4 Prozent.

Andreas Lenter (CDU)

„Ich freue mich über ein sehr starkes Ergebnis, das Beleg ist für die gute Arbeit der CDU und unseres Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. Die CDU hat die Landtagswahl klar gewonnen und den eindeutigen Anspruch, erneut Regierungsverantwortung zu übernehmen“, stellte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Andreas Lenter am Wahlabend fest. „Gratulieren möchte ich den Grünen. Dr. Julian Allendorf hat einen tollen Wahlkampf geführt und hier in Havixbeck ein sehr gutes Ergebnis erzielt.“

Anja Plessow (Grüne)

„Das ist ein fulminantes Ergebnis sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene!“, freute sich Anja Plessow, Sprecherin des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. „Die Havixbeckerinnen und Havixbecker haben durch ihr Votum ausgedrückt, dass sie mit der Arbeit der Grünen vor Ort, dem neuen Politikstil, der geprägt ist durch Bürgernähe, dem ‚Miteinander – nicht gegeneinander‘ sowie dem grünen Bürgermeister hoch zufrieden sind.“

Paul Fabian (SPD)

Von einem „bitteren Ergebnis“ für die Sozialdemokraten sprach SPD-Ortsvereinsvorsitzender Paul Fabian. „Wir haben hier in Havixbeck einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und dementsprechend etwas mehr erwartet. Dass der Abstand so groß ist, haben wir nicht erwartet“, erklärte Fabian. „Wir schauen jetzt nach vorne: Eine SPD-geführte, progressive Regierung ist noch immer möglich. Unsere gute Arbeit vor Ort geht weiter!“

Peter Scholz (FDP)

Klare Worte fand der Vorsitzende des FDP-Ortsverbands, Peter Scholz: „Das Ergebnis der FDP auf Landesebene ist ernüchternd. Die Partei hat es nicht geschafft, ihr Wahlprogramm attraktiv darzustellen.“ Noch nicht bewerten lasse sich das das Ergebnis für Havixbeck. „Wir werden allerdings an unserer sachorientierten Politik für Havixbeck weiter festhalten und fühlen uns hier auf einem guten Weg.“

Reichlich zu zählen hatten die drei Briefwahlvorstände, denn gegenüber der Landtagswahl 2017 stieg die Zahl der Havixbeckerinnen und Havixbecker, die sich für diese Form der Stimmabgabe entschieden hatten, deutlich an. 3120 Briefwähler (47 Prozent) wurden gezählt. Vor fünf Jahren lag diese Quote noch bei 27,3 Prozent. Gesunken ist hingegen die Wahlbeteiligung, die am Sonntag bei 69,4 Prozent lag (minus 7,1).

Reibungsloser Verlauf der Stimmabgabe

Sowohl Bürgermeister Jörn Möltgen in seiner Funktion als Wahlleiter als auch Ulrike Overmeyer vom Wahlamt der Gemeinde sprachen von einem reibungslosen Verlauf der Stimmabgabe in den acht Wahllokalen. „Die Stimmung ist gut und strahlt in den ganzen Ort hinaus. Viele Leute haben das gleiche Ziel. Sie verbinden einen Spaziergang oder eine Pättkestour mit dem Besuch im Wahllokal“, stellte Möltgen während seiner Rundreise zu den jeweiligen Wahlräumen fest.

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