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Umzug an neuen Standort

Corona-Testzentrum des DRK nun im AFG-Forum

Havixbeck

In einem normalen Mietverhältnis würde man es wohl Kündigung wegen Eigenbedarfs nennen. Aber in diesem Fall ärgert sich niemand darüber – ganz im Gegenteil. Weil die Pfarrgemeinde wegen der niedrigen Inzidenzzahlen ihr Torhaus wieder für eigene Veranstaltungen nutzen kann, muss das Corona-Testzentrum der DRK ausziehen. Der neue Standort ist schon bezogen, steht aber nur in den Ferien zur Verfügung.

Das Corona-Testzentrum des DRK ist umgezogen. Das gaben Bürgermeister Jörn Möltgen (l.) und Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, gestern bekannt. Foto: Henning Tillmann

Gleicher Service, neuer Ort: Das Corona-Testzentrum des Deutschen Roten Kreuzes, das bisher im Torhaus am Kirchplatz beheimatet war, ist umgezogen. Ab sofort und wahrscheinlich noch für die gesamte Ferienzeit ist das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule die neue Heimat. Das gaben Bürgermeister Jörn Möltgen und Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, gestern bekannt.

„Opfer“ der sinkenden Inzidenzzahlen

Grund für den Umzug ist, dass mit den derzeit niedrigen Inzidenzzahlen wieder mehr Veranstaltungen ermöglicht werden können, und somit die katholische Kirchengemeinde ihr Pfarrheim öfter selbst nutzen möchte. „Da holt uns der Erfolg der Test- und Impfstrategie ein“, kommentierte Möltgen launig den Umstand, dass die gute Nachverfolgbarkeit durch häufige Tests erst zu der positiven Entwicklung geführt hat. Und diese wiederum macht nun den Umzug des Testzentrums erforderlich.

Tägliche Testungen von bis zu 300 auf 150 gesunken

Sich selbst überflüssig gemacht hat es sich damit aber nicht. Im Gegenteil, Christoph Schlütermann versprach, das Testzentrum weiterhin geöffnet zu halten. Zwar seien die Zahl der täglichen Besucher von in der Spitze bis zu 300 auf zuletzt rund 150 gesunken. „Aber die Testungen bleiben derzeit relativ konstant auf diesem Niveau. Denn der Bedarf ist weiterhin da“, so Schlütermann.

Schlütermann sieht weiterhin Bedarf wegen dynamischer Entwicklung

Die Menschen ließen sich nun vor Silberhochzeiten und anderen privaten Veranstaltungen, für die Teilnahme am Ferienprogramm et cetera testen. Das sei auch gut so. „Die Lage ist hochdynamisch und wir sollten nicht die gleichen Fehler wie im letzten Jahr machen. England ist derzeit das beste Beispiel, dass die Inzidenz nach oben schnellen kann. Da sind wir gut beraten, uns nicht das zweitwichtigste Instrument in der Pandemie aus der Hand schlagen zu lassen“, warb Schlütermann.

Nach den Ferien wird es wieder einen neuen Standort geben

Ähnlich sah es auch Möltgen: „Wir als Gemeinde sind natürlich happy, dass wir vor Ort dieses Angebot haben.“ Wo das DRK-Testzentrum nach den Sommerferien unterkommt, wenn die Anne-Frank-Gesamtschule – ähnlich wie jetzt die Pfarrgemeinde – ihre Räumlichkeiten wieder selbst benötigt, ist noch nicht klar. Möltgen und Schlütermann wollen sich darüber aber Gedanken machen und zeitnah reagieren. Das hat ja dieses Mal auch geklappt.

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