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Elena Handel zeichnet besondere Geschichte für „Kunst gegen Corona“

Dank und Hoffnung in den Sand gemalt

Havixbeck

Die Havixbeckerin Elena Handel hat eine Geschichte in den Sand gemalt. Von ihrem Kunstwerk wurde ein Video hergestellt, das im Internet abgerufen werden kann.

wn

Die mehrteilige Sandmalerei der Havixbecker Künstlerin Elena Handel beschäftigt sich mit dem Corona-Thema. Foto: Elena Handel

Sandkorn für Sandkorn zeichnet Elena Handel ihre Bilder. Die Havixbeckerin hat eine Geschichte aus der Corona-Krise in Sand gemalt. Sie erzählt von einer Familie, die durch das Virus getrennt wird. Die Großeltern kämpfen um ihr Leben, am Uniklinikum kann ihnen schließlich geholfen werden.

„Ich wollte einfach mal Danke sagen an die Ärzte und das Pflegepersonal in unseren Krankenhäusern“, sagt die Sandkünstlerin. Die Uniklinik Münster steht dabei natürlich stellvertretend auch für all die anderen Krankenhäuser, die an vorderster Front gegen das Corona-Virus kämpfen.

70 Stunden hat sie an dem Werk gearbeitet – von der ersten Idee bis zur Umsetzung: Ein Bild baut sich auf – Menschen vor einem Schloss. Das Virus infiziert die ersten Patienten. Einmal mit der Hand darüber gewischt – das Szene verschwindet wieder und wechselt ins Krankenhaus. Wie aus dem Nichts tauchen neue Element aus – nur mit Sand gemalt.

Das Video von ihrem Kunstwerk hat Elena Handel für die Plattform www.kunstgegencorona.de produziert. Die Webseite will Künstlern in der Corona-Krise die Möglichkeit geben, sich abseits von geschlossenen Bühnen zu präsentieren. Initiiert wurde das Projekt vom Instagram-Kanal „münster.moments“ und der Open Stage „Culture Corner“ aus Münster. Der Fokus liegt daher auch auf Kunst und Künstlern aus dem Münsterland.

Und inzwischen hat sich auf der Seite ein bunter Kultur-Mix versammelt: Musik, Lesungen, Tanz oder sogar Fußball-Kunst. Und auch wenn dem Kulturbereich aktuell viele Lockerungen in Aussicht gestellt wurden - die Kunst- und Kulturszene wird noch länger auf Unterstützung angewiesen sein, erklärt Mit-Initiator Marian Heuser. Er organisiert selbst Kulturveranstaltungen: „Niemand weiß, ob und wann es in welcher Form in der analogen Welt weitergeht und das ist für eine Branche, die auf langfristige Planungssicherheit angewiesen ist, natürlich hoch problematisch.“

Das Herzstück der Plattform: eine Mediathek. Hier finden die Nutzer nicht nur die vielfältigen Videos, sondern häufig auch einen Spendenlink. Denn nach dem „Pay what you want“-Prinzip können Zuschauer die Künstler in dieser schweren Zeit unterstützen.

„Das Geld geht über einen PayPal-Link ohne Umwege direkt auf die Konten der Künstler“, erklärt Jana Peters, die „Kunst gegen Corona“ mit aufgebaut hat.

Elena Handel möchte für ihr Sand-Kunstwerk keine Spenden. Sie sammelt nicht für sich selbst, sondern bittet darum, andere Künstler oder „Ärzte ohne Grenzen“ zu unterstützen. „Auch wenn gerade alle Aufträge wegbrechen, kann die Kunst Hoffnung geben. Ich will anderen Menschen Mut machen und schöne Emotionen schenken. Kunst hilft auch, zu überleben“, sagt sie. Zusammenhalt – das ist das, was ihr in dieser Krise besonders am Herzen liegt.

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