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Leader-Projekt gibt stationärem Handel Tipps für Online-Aktivitäten

Das digitale Schaufenster wird immer wichtiger

Havixbeck

Die Verbindung der Stärken des stationären Handels mit dem digitalen Angebot ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit vieler auch kleinerer Unternehmen. Mit LEADER-Mitteln wurde nun ein Handlungskonzept für Kommunen und Händler entwickelt, das in Modulen wichtige Tipps gibt.

Freuen sich über den erfolgreichen Abschluss des Leaderprojekts „Digitalen und stationären Handel verbinden“ (v.l.): Jörg Normann (Normann und Kremser), Pito Aupers (Aupers), Jan-Christopher Hensmann (Radkult), Birgit Lenter (Marketing Havixbeck), Bürgermeister Jörn Möltgen und Beate Janning (Bücher Janning). Im Bild fehlt Rabea Schürmann (BeSignArts). Foto: Marketing Havixbeck

Mal eben am Sonntagnachmittag ein Buch bestellen? Das geht nicht nur bei den großen Online-Händlern, sondern auch in Havixbeck. „Selbstverständlich“, sagt Beate Janning. Auf der Homepage ihrer Buchhandlung ist seit Längerem ein Onlineshop integriert – und seit den ersten Wochen der Corona-Pandemie wird er rege genutzt, schreibt die Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) in einer Pressemitteilung.

„Die Verbindung von digitalem und stationären Handel ist sehr wichtig für uns“, sagt Janning. „Wenngleich wir als Buchhändler gegenüber anderen Händlern den Vorteil haben, dass wir einfach nur das Lager unseres Großhändlers auf unserer Webseite als Shop integrieren und nichts selbst einpflegen müssen.“

Damit aber auch andere Händlerinnen und Händler die Vorteile der Verbindung von stationär und digital stärker nutzen, hat die Gemeinde Havixbeck gemeinsam mit Billerbeck und Coesfeld das Leader-Projekt „Digitalen und stationären Handel verbinden“ auf den Weg gebracht. Mit Unterstützung der Experten vom Mediahaus Ahaus haben sowohl die Kommunen als auch engagierte Händlerinnen und Händler in Workshops mögliche Schritte für eine stärkere Verzahnung der beiden Welten erarbeitet. Herausgekommen sind zwei Leitfäden: je einer für Kommunen und Handel.

Handlungskonzept für Kommunen und Händler

„Das kommunale Handlungskonzept zeigt uns strategisch, aber dennoch mit vielen praxisnahen Modulen, wie wir den Handel auf seinem Weg unterstützen können. Wir können zudem sehen, was wir als Gemeinde selbst tun können, um mit digitaler Unterstützung mehr Erlebnis in die Innenstadt zu bringen und einen Besuch attraktiver zu machen“, erklärt Bürgermeister Jörn Möltgen laut Pressemitteilung.

Der Leitfaden für die Händlerinnen und Händler ist ebenfalls modular aufgebaut. Von Social Media und Google über Website und Verkaufsplattformen bis hin zum Webshop bietet er genau an den Punkten Unterstützung, wo diese ansetzen möchten – vom kompletten Neustart bis hin zur Weiterentwicklung bestehender digitaler Angebote.

Digitale Präsenz wird wahrgenommen

Für Beate Janning war besonders die Weiterentwicklung bestehender Social-Media-Angebote interessant. „Wir waren schon länger auf Facebook aktiv, aber noch nicht auf Instagram. Das haben wir jetzt geändert und posten auch hier nun regelmäßig mindestens einmal pro Woche“, erklärt die Inhaberin. Inhalte sind vor allem Infos rund um das Angebot der Buchhandlung – wozu auch der Onlineshop zählt – sowie Termine, Veranstaltungen und Buchtipps.

„Wir hören immer wieder, dass wir auf Instagram gesehen werden und werden auf manche Posts angesprochen. Das motiviert uns. Besonders, um auf Termine und Veranstaltungen aufmerksam zu machen, bringen uns die Sozialen Medien sehr viel.“ Einen direkten Einfluss auf die Buch-Verkäufe sieht Beate Janning dagegen zwar (noch) nicht. Gleichwohl sei das digitale Schaufenster für sie unabdingbar: „Wir brauchen es, weil die Leute danach suchen, weil wir gesehen werden müssen und weil wir zeigen müssen, dass wir auf der Höhe der Zeit sind.“

Weitere Infos sowie der Leitfaden für den Handel unter www.leader-baumberge.de.

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