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Einweihung der neuen Räume an der Anne-Frank-Gesamtschule

„Das Ergebnis ist beeindruckend“

Havixbeck

Die Erweiterung der AFG ist schon seit ein paar Wochen in Betrieb. Jetzt wurde sie eingesegnet und im Rahmen einer Feierstunde auch offiziell übergeben. Dabei waren sich die Gäste einig: Sie ist gut geworden.

Von Henning Tillmann

Wie die Rückzugsräume (kleines Bild rechts) und die Klassen im Erweiterungsbau der Anne-Frank-Gesamtschule aussehen, bekamen die Gäste der Einweihungsfeier in geführten Gruppen von Schülern und Lehrern (oben rechts: Oberstufenleiterin Jeanette Reineke) gezeigt. Schulleiter Dr. Torsten Habbel (unten links) lobte die neuen Möglichkeiten für einen modernen Unterricht. Foto:  Fotos: Henning Tillmann

Der kleine Scherz des Bürgermeisters kam noch mächtig ins Rollen. „Am liebsten würde ich jetzt noch mal die Abiturschulbank drücken“, hatte Jörn Möltgen gesagt. Der Anlass: Die offizielle Einweihung der neuen Räume an der Anne-Frank-Gesamtschule.

Die Erweiterung für rund 5 Millionen Euro ist schon seit ein paar Wochen in Betrieb, wurde am Dienstag aber erst eingesegnet und dann im Rahmen einer Feierstunde im Forum der Gesamtschule auch offiziell übergeben. Und: Sie ist gut geworden. Da waren sich die Gäste, die sich später in geführten Gruppen selbst ein Bild von den Räumlichkeiten machen durften, ziemlich einig. So gut, dass sich der Bürgermeister eben zu der obigen Aussage hinreißen ließ. Denn: „Ich erinnere mich gerne an meine Schulzeit, aber so gute Voraussetzungen hatten wir nicht.“

„Würde gerne nochmal die Schulbank drücken“

Die kleine Steilvorlage ließen sich dann auch die folgenden Redner nicht entgehen. Möltgens Amtskollegin aus Billerbeck, Marion Dirks, scherzte, sie wolle lieber nicht noch mal die Schulbank drücken. „Vielleicht könnte ich aber Lehrerin werden. Denn besonders die neuen Rückzugsräume für die Lehrer haben mir sehr, sehr gut gefallen. Die sind wirklich gelungen.“ Natürlich verwandelte auch Schulleiter Dr. Torsten Habbel den Elfmeter: „Ich gehe weiterhin gerne zur Schule, bin aber froh, auf der anderen Seite zu sein.“

Der Schulleiter lobte das Ergebnis nach 17 Monaten Bauzeit und wusste natürlich auch um die „große Kraftanstrengung“, die diese Millionen-Investition für die Gemeinde mit sich gebracht hat. Aber: „Das Ergebnis ist schon beeindruckend. Mit dem Erweiterungsbau stellt sich die Gemeinde geschlossen und auf hohem Niveau hinter ihre Schule – mit Strahlkraft in die Baumberge-Region.“ Die Schule weise damit beste Rahmenbedingungen auf, um junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Die Gäste der Einweihungsfeier konnten die Räume bei einer Besichtigung kennenlernen. Foto: Henning Tillmann

Auf die Wichtigkeit der Rahmenbedingungen für ein gutes Gelingen dieser Aufgabe stellte auch Pfarrer Dr. Oliver Kösters ab. „Wir brauchen Orte, an denen wir zusammenkommen und uns begegnen können, wo mehr passiert, als über kleine Zoom-Kacheln wahrnehmbar ist“, sagte der evangelische Pfarrer. Die neuen Räume an der AFG seien in diesem Sinne auch eine Würdigung für die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer, die hier zusammen wirkten. „Diese Räume sagen: Es ist uns nicht egal, unter welchen Bedingungen ihr das macht“, fand Kösters.

Trotz Corona im Kostenrahmen geblieben

Dass die Erweiterung dann auch noch im Zeit- und Kostenrahmen blieb, freute nicht nur den Bürgermeister, sondern sicher ebenso die anwesenden Politiker aus dem Schulausschuss. Auch Architekt Peter Bastian verwies nicht ohne Stolz darauf. In Corona-Zeiten sei das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Es habe aber auch etwas mit der reibungslosen Zusammenarbeit mit dem Bauträger, der Gemeinde, zu tun gehabt. „Wir machen viele öffentliche Gebäude, aber so problemlos und pragmatisch wie hier hatten wir es noch nie“, lobte Bastian.

Und wie kommen die neuen Räume bei den Nutzern an? Das durften sich die Gäste anschließend aus erster Hand berichten lassen. Denn in Gruppen wurden sie von Schülern der AFG durch den Erweiterungsbau geführt, bekamen den Nutzen der vielen Beamer in den Klassen- und Kursräumen in Zeiten eines digitaler werdenden Unterrichts vorgeführt. Und vielleicht mag sich der eine oder andere dabei gefragt haben, ob er es nicht wie der Bürgermeister halten würde.

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