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„MusikZeit im Café Arte“ mit Jochen Jasner

Den Himmel von Paris nach Havixbeck geholt

Havixbeck

Französische Chansons haben ihren ganz eigenen Charme. Gitarrist und Sänger Jochen Jasner ließ ihn bei seinem Konzertabend im Café Arte lebendig werden.

Von Marita Strothe

Jochen Jasner spielte französische Chansons und hatte viele Hintergrundinformationen dazu mitgebracht. Foto: Marita Strothe

„Chansons habe ich mitgebracht aus Frankreich und auch aus Belgien“, kündigte am Freitagabend Jochen Jasner den rund 30 Besucherinnen und Besuchern der „MusikZeit im Café Arte“ an. Ganz herzlich hatte zuvor Witold Wylezol alle im Namen des Kulturforums Arte zur letzten Veranstaltung dieses Jahres willkommen geheißen.

„Sous le ciel de Paris – Vive la chanson!“ war der Konzertabend überschrieben und mit dem „Himmel von Paris im Walzertakt“, dem gleichnamigen bekannten Chanson bezauberte Jasner mit Gitarre und Gesang auch als Erstes sein Publikum. Unterhaltsam informierte der Musiker aus Düsseldorf mit Wissenswertem rund um die Lieder und übersetzte zum besseren Verständnis zuvor die Texte.

Wissenswertes zum Hintergrund

Immer wieder ging es da um die Liebe. Wie etwa in den Gedichten von Louis Aragon, von denen Jean Ferrat alleine 30 vertont hatte, wie die Zuhörer erfuhren, bevor sie eines davon zu hören bekamen. Später erzählte Jasner auch: „Das wird heute immer noch im Radio gespielt.“ Und auch die Besucher erkannten die Filmmusik von Francis Lai für „Un homme et une femme“ aus dem Jahr 1966 schon nach den ersten Takten.

Vom Musette-Walzer über melancholische Balladen bis zum Pop-Chanson reichte an diesem Abend das musikalische Spektrum von Jochen Jasner. Selbst ein „Hinterherjammerlied“, wie er es schmunzelnd bezeichnete, gehörte dazu, auch wenn „Ne me quitte pas“ von Jacques Brel immer noch als „Chanson d‘Amour“ bezeichnet werde. Brel sei zudem Belgier gewesen, aber als Sänger von den Franzosen adoptiert worden, ergänzte der Musiker.

Ganz viel Applaus verdiente sich Jochen Jasner an diesem unterhaltsamen Abend. Und in der Pause fand der eine oder die andere aus dem Publikum sogar noch Literarisches zum Mitnehmen. Bücher für einen kleinen Obolus lagen bereit, um damit das Kulturforum zu unterstützen.

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