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Kreis sucht noch Helfer für den Zensus 2022 ab dem 15. Mai

Die Hausbesuche werden kürzer

Havixbeck

2022 steht wieder deutschlandweit die Volkszählung an. Wegen Corona ein Jahr später, als ursprünglich geplant. Auch in Havixbeck werden dafür noch Helfer gesucht, die von Tür zu Tür gehen. Ein Großteil der Befragungen wird aber dieses Mal nicht vor Ort durchgeführt.

Von Henning Tillmann

2022 ist es nach elf Jahren wieder soweit: In ganz Deutschland – und damit auch in Havixbeck – wird wieder die Volkszählung durchgeführt. Dafür sucht der Kreis Coesfeld noch Helfer. Foto: Arno Burgi/ZB/dpa

Und schon wieder ist ein Jahrzehnt rum. Natürlich bereits ein bisschen länger, wie sich mit Blick auf den Kalender unschwer erkennen lässt. Gemeint ist aber in diesem Fall nicht der Wechsel in die 2020er-Jahre, sondern der ungefähre Zehn-Jahres-Zeitraum zwischen zwei sogenannten Volkszählungen. 2022 ist es wieder soweit – und auch in Havixbeck werden vom Kreis Coesfeld Helfer gesucht, die die Befragungen durchführen.

Wichtige Entscheidungshilfe für die Politik

Der Zensus dient als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltungen und Wirtschaft. Neben der Ermittlung der Einwohner sollen durch die Zählung auch zentrale Strukturdaten gewonnen werden, die eine Aussage darüber erlauben, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten. Auf Basis der Daten können dann Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau von Schulen besser geplant werden, heißt es auf der Internetseite www.zensus2022.de.

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich dazu verpflichtet, alle zehn Jahre einen Zensus durchzuführen. Der letzte in Deutschland war 2011, sodass es eigentlich schon im vergangenen Jahr wieder soweit gewesen wäre. Wegen der Coronapandemie wurde die Zählung aber in dieses Jahr verschoben.

Am 15. Mai gehen die Befragungen los

Offizieller Start der Erhebung ist nun der 15. Mai 2022. Und bis dahin benötigt die Erhebungsstelle des Kreises Coesfeld rund 150 Interviewerinnen und Interviewer, davon insgesamt zehn aus Havixbeck. „Fünf Interessierte werden für das Gemeindegebiet noch gesucht. Aber die Bewerberzahl darf höher liegen, da wir Ersatzkapazitäten für eventuelle Ausfälle einplanen“, teilt Christian Schwarz vom Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Coesfeld mit.

Vorher erhalten die Interviewerinnen und Interviewer eine Schulung. Für die ehrenamtliche Arbeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Über deren Höhe werde noch entschieden, heißt es von Seiten des Kreises. Bewerberinnen und Bewerber für die Befragung müssen volljährig sein und zum Zensusstichtag am 15. Mai ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Das Meiste geschieht mittlerweile online

In der von ihnen durchgeführten Haushaltebefragung, die als Ergänzung zu den Basisdaten der verschiedenen Verwaltungs- und Melderegister durchgeführt wird, werden rund zehn Prozent der Bevölkerung per Zufallsstichprobe ausgewählt und zu Merkmalen wie zum Beispiel Alter und Staatsangehörigkeit sowie zu ihrem Bildungsstand und Erwerbsstatus befragt.

Neu ist dabei, dass die Befragungen dieses Mal vorrangig online erfolgen sollen. Der persönliche Kontakt zwischen den auskunftspflichtigen Personen und den Erhebungsbeauftragten im Zuge der Haushaltebefragung sei damit auf die sogenannte Existenzfeststellung beschränkt, teilt der Kreis mit. Vor Ort erhoben werden also nur die Anzahl sowie die Kernmerkmale der im Haushalt lebenden Personen. Der „Hausbesuch“ wird also kürzer und unkomplizierte. Die Auskunftspflichtigen können dann anschließend alle darüber hinausgehenden Fragen online beantworten. Dafür bekommen sie einen speziellen Code, um sich beim Zensus-Tool einzuloggen.

Wer befragt wird, ist per Zufallsstichprobe festgelegt. Wer fragt, dagegen nicht. Bewerber für die Haushaltebefragung können sich direkt unter www.kreis-coesfeld.de/zensus2022-bewerbung melden. Weitere Informationen sind unter www.zensus2022.de verfügbar.

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