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Wanderfalter zu Besuch

Die „Kolibris“ sind wieder da

Hohenholte

Tagfliegende Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer mit einer Flügelspannweite von vier bis fünf Zentimetern sind jetzt zu sehen.

wn

Foto:

Wenn man in diesen Tagen den Blick durch den Garten oder die freie Natur schweifen lässt und die sich entfaltende Blütenpracht bewundert, kann man mit ein bisschen Glück etwas Besonderes entdecken. Schwebt da tatsächlich ein Kolibri um die ersten Blüten herum?

Seit einigen Tagen flitzen sie wieder blitzschnell von Blume zu Blume, doch sind es keine Vögel, sondern tagfliegende Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer mit einer Flügelspannweite von vier bis fünf Zentimetern. Mit ihren langen Saugrüsseln erobern sie den Blütennektar, der die Energie für ihre 70-80 Flügelschläge pro Sekunde liefert.

„Jahr für Jahr kommen diese Wanderfalter aus Südeuropa tausende Kilometer zu uns geflogen, um hier an Labkraut ihre Eier abzulegen. Die Raupen verpuppen sich später im Erdboden und die neuen Falter schlüpfen nach etwa drei Wochen im Sommer“, berichtet Dr. Knut Metzler. In Havixbeck und Hohenholte ließen sich in den letzten Tagen schon einige Exemplare beobachten, so der Schmetterlingsexperte aus Hohenholte. Das frühe Auftreten der Falter in diesem Jahr ließe vermuten, dass sie aufgrund des milden Winters hier sogar als Falter oder Puppe überwintern haben könnten.

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