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Milchschafzuchtverein hat bis heute überlebt

„Die Kuh des kleinen Mannes“

Havixbeck

Mehrere Vereinsmitglieder teilen sich die Anschaffung eines edlen Schafbocks und dessen Haltungskosten – das war nach dem Ersten Weltkrieg Ziel des damals gegründeten Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung. Den Verein gibt es heute noch, allerdings nicht mehr mit dem Zweck, einen Bock zu halten.

Von Marion Fenner

Helmut Bolwin ist Vorsitzender des Milchschafzuchtvereins. Er züchtet heute aber keine Milchschafe mehr, sondern eine Fleischrasse ohne Wolle mit kurzem Fell. Foto: Marion Fenner

Ein paar Schafe gehörten nach dem Ersten Weltkrieg bei vielen Menschen in ländlichen Regionen zu fast jedem Haushalt. „Es wurde damals die ,Kuh des kleinen Mannes‘ genannt“, erklärt Helmut Bolwin, Vorsitzender des Milchschafzuchtvereins Havixbeck und Umgebung. Damit diese Schafe, die als Milch-, Fleisch- und Wolllieferant genutzt wurden, auch jedes Jahr Lämmchen bekamen, musste ein Bock her. „Es sollten Tiere mit guter Qualität gezüchtet werden, deswegen untersagte das Reichstierschutzgesetz von 1936, dass ungekörte Böcke eingesetzt werden durften“, berichtet Bolwin.

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