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AFG schult Kollegium

Digitalisierung eröffnet Neues

Havixbeck

In Kooperation mit einem Medienpartner setzte die Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck-Billerbeck ihre Schulungen des Lehrerkollegiums im Bereich Digitalisierung fort. Dabei ging es um den Umgang mit Computer, Tablets und Apps im alltäglichen Unterricht ebenso wie beim Distanzlernen.

wn

Die Lehrerinnen und Lehrer der Anne-Frank-Gesamtschule hatten sich für die Medienschulung - coronagerecht in Kleingruppen - in diversen Seminaren zusammengefunden. Foto: Anne-Frank-Gesamtschule

Digitalisierung an Schulen gelingt nicht über Nacht. Der routinierte und differenzierte Umgang mit Computer, Tablets und Apps bedarf ihrer genauen Kenntnis und vor allem der täglichen Übung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben sich die Lehrerinnen und Lehrer der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) erneut schulen lassen – diesmal in Kooperation mit einem kompetenten Medienpartner.

Vier Berater des Medienzentrums Coesfeld, Oliver Kasten, Norbert Kerst, Karin Nachtigall und Carsten Schellnock, unterstützten die AFG an ihrem schulinternen Fortbildungstag durch Workshops, in denen es um so essenzielle Themen wie sicheres Surfen im Netz ging, aber auch um die vielfältigen Möglichkeiten der Abfrage und Sicherung von Lerninhalten, die digitale Technik mit sich bringt, so die AFG in einer Mitteilung.

Unter den Seminarleitern waren auch Mitglieder des Kollegiums, neben dem verantwortlichen didaktischen Leiter der AFG, Stephan Humpohl, auch Techniklehrer Mikko Sann, die Sprachenlehrer Katharina Lydorf und Oliver Wischerhoff, die Medienbeauftragten der Schule, Nikolaus Streibert, Klaus Klein und Nils Lydorf, sowie die beiden Referendare Susanna Becker und Leonard Sprakel.

Stephan Humpohl

Informatiklehrer Nils Lydorf verschaffte seinen Kollegen einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten des Distanzlernens. Dabei verglich er die Methodik heutigen Lernens mit einem „Mischwald: Nicht die Monokultur ist gefragt, sondern die Vielfalt, nicht der Wechsel zum Distanzunterricht, sondern die mannigfaltigen Varianten, die neue Technik auch im Präsenzunterricht ermöglicht.“ So sei es zwar sinnvoll und mitunter unumgänglich, digitale Technik einzusetzen, das Schreiben mit der Hand ersetze den Computer allerdings nicht.

„Der Computer kann niemandem das eigenständige Denken abnehmen“, betont der Didaktische Leiter, Stephan Humpohl. Er hält den direkten Kontakt von Lehrern und Schülern weiterhin für den besten Weg, um Wissen und Kompetenzen zu vermitteln.

„Lernvideos, Audio-Podcasts oder digitale Pinnwände, sogenannte Padlets, wirken unbestritten motivierend und können in Präsenz- wie Distanzlernen gut eingesetzt werden“, sagt Englischlehrerin Alexandra Revering. Auch ihre Fachkollegin Vera Boie hat bereits gute Erfahrungen mit solchen Formaten gemacht, etwa in Form eines digitalen Quiz: „Selbst in der Oberstufe gibt es Sachwissen, das sich auf diese Weise sichern lässt, besonders wenn man Schüler selbst Quizfragen und -antworten formulieren lässt.“ Wie die überwiegende Mehrheit des Kollegiums, sind beide der Ansicht, dass die AFG auf einem guten Weg sei, digitale Technik in den Unterricht einzubinden.

Nils Lydorf

„Es braucht Zeit, bis diese Neuerung bei den Schülerinnen und Schülern ankommt“, sagt Medienberater Norbert Kerst. „Wir Lehrerinnen und Lehrer müssen anfangen und die Schüler mitnehmen.“ Nils Lydorf rät seinen Kollegen, digitale Möglichkeiten zur Übung im Unterricht immer mal wieder einzusetzen, auch wenn dies am Anfang länger dauert und nicht immer sofort funktioniert. „Es gibt mittlerweile Klassen, die Videokonferenzen mit Lehrern im Distanzunterricht selbstständig starten können. Viele Schüler sind erstaunlich schnell in der Lage, neue Medien zu bedienen.“

Nach sechs Stunden intensiver Arbeit war die Resonanz des Kollegiums durchweg positiv. Die Lehrer seien für die weitere Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie gut gerüstet.

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