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Viertklässler entdecken Anne-Frank-Gesamtschule beim Tag der offenen Tür

Ein Ort für „viele tolle Sachen“

Havixbeck

Ob die Suche nach dem Ausweg aus dem Geisterhaus oder ein spannendes Chemieexperiment mit älteren Schülern – beim Tag der offenen Tür der Anne-Frank-Gesamtschule lockten rund 40 Aktivitäten. Die eingeladenen Kinder probierten reichlich aus.

Ob die Suche nach dem Ausweg aus dem Geisterhaus oder ein spannendes Chemieexperiment mit älteren Schülern - beim Tag der offenen Tür der Anne-Frank-Gesamtschule lockten rund 40 Aktivitäten. Die eingeladenen Viertklässler probierten reichlich aus. Foto: AFG

Mit breitem Pinsel trägt Julie blaue A­crylfarbe auf einen Bogen Papier. „Das wird das Meer mit einer Insel“, erzählt die Viertklässlerin. Etwas weiter hinten sitzt Maya und malt mit Gelb und Blau das Logo der AFG. „Kunst mag ich am liebsten“, sagt die Neunjährige. Kein Wunder, dass der große Kunstraum im Neubau der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) am Tag der offenen Tür ihr persönlicher Lieblingsort ist. Nach der Grundschule möchte das Mädchen auch auf die Gesamtschule – wie der große Bruder – denn „hier kann man viele tolle Sachen machen“.

An die 40 Angebote gab es am Samstag für die Kinder und ihre Eltern, darunter viele Stationen zum Mitmachen: Cornelius ist mit seinen Eltern aus Darfeld angereist und lässt sich von den „Medienscouts“ fotografieren. Das Bild darf er mitnehmen, dazu erklären ihm Achtklässler, was es mit dem „Recht am eigenen Bild“ auf sich hat. Die Eltern nicken verständnisvoll. Respektvoller Umgang mit Handys ist auch in der Grundschule Thema.

So genannte Daphnien (Wasserflöhe) sind im Biologieraum zu sehen. Während die Kinder sie durch Mikro­skope bestaunen, sehen Eltern sie überlebensgroß, denn die Tierchen werden über ein Projektionsmikro­skop an die Wand gebeamt. Nebenan, in der Chemie, wird es bunt, wenn Grundschüler Säure und Rotkohlsaft mischen. Nele und Julia leiten die Kinder zu einem Kerzentreppenversuch an: „Wir lösen eine Brausetablette in einem Becherglas in Wasser auf“, erklären die Zehntklässlerinnen. „Da Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird, gehen die Kerzen nach und nach aus.“ Wer entkommt dem Haunted House, fragt dagegen Englischlehrerin Theresa Mersmann. Nur wer es schafft, sich mit den richtigen Materialien auszustatten und seine „school bag“ zu packen, findet den Weg hinaus aus dem Geisterhaus.

Ein paar Türen weiter zeigen Sechstklässler ein englisches Theaterstück, Grundschüler schreiben ihre ganz persönlichen Weihnachtsverse oder recherchieren im Internet, wer denn eigentlich Anne Frank gewesen ist.

40 verschiedene Angebote

Wohin man sieht, überall stehen die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule im Fokus, sei es, dass sie Besuchergruppen durch die Räume führen, sich als Schülervertretung (SV) vorstellen oder als Streitschlichter darstellen, wie man Probleme löst. Eltern kommen miteinander ins Gespräch, große Geschwister erzählen vom Schulalltag. So besucht Mats bereits die siebte Klasse und würde die Schule trotz langer Tage immer wieder wählen, denn „zu Hause muss ich keine Hausaufgaben mehr machen.“ Mutter Martina würde sich freuen, wenn sich der jüngere Sohn, Tom, auch für die AFG entscheidet, denn an der Gesamtschule gehe es nicht nur um Leistung: „Hier steht das Kind im Mittelpunkt.“

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