1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. Erfolgsgeschichte Baumbergebahn

  8. >

Heimatverein lädt zum Vortrag ein

Erfolgsgeschichte Baumbergebahn

Havixbeck

Aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben: Der vom Heimatverein geplante Vortrag über die Geschichte und Zukunft der Baumbergebahn muss verschoben werden. Statt am 20. wird er nun am 27 Oktober stattfinden. Heribert Lülf wird dann aus der 120-jährigen, wechselvollen Geschichte berichten und auch aufzeigen, wie es in Zukunft weitergehen könnte.

. Foto: Richard Vespermann

„Leider kann der angekündigte Termin am 20. Oktober für den Vortrag zur Vergangenheit und Zukunft der Baumbergebahn nicht eingehalten werden.“ Das teilt der Heimatverein Havixbeck jetzt zum Vortrag „Erfolgsgeschichte Baumbergebahn“ mit. Stattdessen wird dieser nun 27. Oktober (Mittwoch) um 19.30 Uhr im Haus Sudhues stattfinden.

Heribert Lülf zeigt dann Bilder aus der 120-jährigen Geschichte der Strecke, erzählt Geschichten von Eisenbahnern und Fahrgästen und wirbt mit Herzblut für die Bahn als dem Verkehrsmittel der Zukunft. Natürlich wird er dabei auch das Buch „Abgeschnitten vom Weltverkehr“ vorstellen, in dem die Zustände im Westmünsterland vor dem Bau der Eisenbahn und die wechselvolle Geschichte der Strecke Empel-Münster beschrieben werden. Das Buch hat er gemeinsam mit Heinz Peirick und Richard Vespermann 2020 herausgegeben.

In den 70er-Jahren stand die Strecke vor dem Aus

Die Baumbergebahn ist heute ein unverzichtbarer Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Rund 4500 Fahrgäste nutzen täglich die Strecke zwischen Coesfeld und Münster. Dass die Baumbergebahn 1978 zur Stilllegung vorgesehen war, ist heute kaum noch vorstellbar. Schon 1962 war der erste Abschnitt der Strecke von Empel-Rees nach Isselburg-Anhalt dem Autobahnbau zum Opfer gefallen. Auf dem verbliebenen, fast 100 Kilometer langen Abschnitt sanken die Fahrgastzahlen in den folgenden Jahren kontinuierlich. So kam, was kommen musste: 1974 fuhr letztmalig ein Personenzug von Isselburg-Anholt über Bocholt und Borken nach Coesfeld. 1978 sollte es schließlich auch die Baumbergebahn treffen.

Fahrgastzahlen sind wieder gestiegen

Doch es regte sich erstmals Widerstand. Der Kreistag in Coesfeld verabschiedete eine Resolution und in Billerbeck formierte sich sogar ein großer Demonstrationszug zum Bahnhof. Der Protest hatte Erfolg. Erhebliche Investitionen in die Strecke, die Sicherheitstechnik und die Fahrzeuge führten zu einerkontinuierlichen Erhöhung der Fahrgastzahlen. Und es gibt noch große Pläne. 2019 wurde die Baumbergebahn als Teil einer Münsterland-S-Bahn genannt und sogar die Elektrifizierung der Strecke gefordert. Seit Jahren wird zudem über den Wiederaufbau der Strecke von Coesfeld über Borken und Bocholt diskutiert.

Startseite