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Konzert im Sandstein-Museum

Familientrio spielt sich gekonnt die Bälle zu

Havixbeck

Es fühlte sich an, als habe die Kultur letztlich doch über Corona gesiegt. Am Samstagabend fand ein ganz besonderes Konzert ein überaus dankbares Publikum. Almuth, Fanny und Udo Herbst gastierten im Baumberger-Sandstein-Museum auf der Bühne im Obergeschoss: eine gefragte Opernsängerin, ein virtuoser Gitarrist und eine talentierte Harfenistin. Oder um es anders zu sagen: Mutter, Vater und Tochter.

Almuth, Udo und Fanny Herbst (v.l.) gastierten im Sandsteinmuseum gemeinsam auf der Bühne im Obergeschoss Foto: Baumberger-Sandstein-Museum

Zwei Jahre Pandemie haben im Kultursektor ihre Spuren hinterlassen. „Man muss schon an allen Strippen ziehen, um ein gut besuchtes Konzert zu bekommen“, erzählte der Veranstalter des Abends, Museumsleiter Dr. Joachim Eichler. Am Samstag war dies gelungen, der Saal war voll. Und den Musikern merkte man deutlich an, mit welcher Freude sie endlich wieder ihre Kunst vor Publikum aufführten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Große Meisterschaft und Erfahrung

Dabei griffen Almuth, Fanny und Udo Herbst tief ins Füllhorn der schönsten Lieder: Mit dem Barock fing es an. Schuberts „Heideröslein“ und die Habanera-Arie waren danach „leichte Beute“ für Almuth Herbsts prachtvollen Mezzosopran. Ihr Gesang und Udo Herbsts Gitarrenspiel zeigten große Meisterschaft und Erfahrung, alles kam ganz leicht und mühelos herüber, dabei aber mit großer Präzision.

Und locker ging es zu. Die Musizierenden moderierten wechselnd, aber sprachen auch immer wieder miteinander, dabei wurde familiär-vertraut geflachst. Da hatte auch das Publikum seinen Spaß. Und wenn sich Almuth und Udo Herbst bei Cole Porters „True love“ anschmachteten, waren auch die Akteure dem Lachen nahe.

Bis zum Irish Folk reichte die musikalische Palette. Nach 20 Stücken gab es nicht enden wollenden Applaus und eine Zugabe, die auf die Stimme der Sängerin zugeschnitten war: „O mio babbino caro“ von Giacomo Puccini. Ganz große Oper eben.

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