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Einsatzstatistik der Löscheinheit Havixbeck

Feuerwehr rückte 107 Mal aus

Havixbeck

Bei 107 Einsätzen waren die Kameradinnen und Kameraden der Löscheinheit Havixbeck der Freiwilligen Feuerwehr im Berichtsjahr 2019/2020 gefordert. Wie in den Vorjahren überstiegen die Hilfeleistungseinsätze wieder die Brandeinsätze.

wn

Zu 38 Brand- und 69 Hilfeleistungseinsätzen rückte die Löscheinheit Havixbeck der Freiwilligen Feuerwehr im Berichtsjahr aus. Unter anderem wurden die Rettungskräfte zu schweren Verkehrsunfällen gerufen. Foto: Feuerwehr

Zu 107 Einsätzen rückte die Einsatzabteilung der Löscheinheit Havixbeck der Freiwilligen Feuerwehr im zu Ende gegangenen Berichtsjahr aus. Die Einsätze im Zeitraum November 2019 bis November 2020 gliederten sich in 38 Brand- und 69 Hilfeleistungseinsätze.

Rund 125 Stunden dauerten alle Einsätze zusammengerechnet. Jeder Einsatz war somit im Durchschnitt 1,16 Stunden lang. Nachbereitungsarbeiten sind darin noch nicht eingerechnet. Werden alle Einsätze zusammen betrachtet rückten insgesamt 1610 Feuerwehrleute aus.

„Erfahrungsgemäß ist es seit Jahren so, dass die Hilfeleistungseinsätze die Brandeinsätze zahlenmäßig deutlich übersteigen“, erklärt Hauptbrandmeister Ingo Spindelndreier nach der Auswertung der Einsatzstatistik. Hilfeleistungseinsätze seien zum Beispiel die Beseitigung von umgestürzten Bäumen nach Stürmen oder Wassereinbrüche in Keller nach Starkregenereignissen. Diese seien aber in der aktuellen Statistik nicht relevant, da es diese Ereignisse im Berichtsjahr kaum gegeben habe.

Auch Verkehrsunfälle zählen zu den technischen Hilfeleistungen der Feuerwehr. Zu einigen schweren Verkehrsunfällen mussten die ehrenamtlichen Retter der Feuerwehr ausrücken. Mehrfach wurden eingeklemmte Personen mit hydraulischem Gerät aus den Fahrzeugen befreit und Verletzte versorgt. Eine Person verstarb nach einem schweren Unfall. Insgesamt weist die Einsatzstatistik im Bereich der Hilfeleistungseinsätze vier Todesfälle auf.

Auch zu einigen größeren Bränden rückten die Einsatzkräfte aus. Mehrfach wurde das Alarmstichwort „Feuer 3“ gemeldet. Es handelt sich um das zweithöchste Alarmstichwort. Es schließt alle größeren Brände an und in Gebäuden ein. Zweimal wurde auch das höchste Alarmstichwort „Feuer 4“ gemeldet. Es besagt einen Gebäudegroßbrand mit Menschenleben in Gefahr.

Ende April rückten die Helfer darüber hinaus in das deutsch-niederländische Grenzgebiet nach Viersen aus. Hier mussten die dortigen Feuerwehren bei der Bekämpfung eines großen Wald- und Flächenbrandes unterstützt werden.

„Das sind nur wenige Beispiele aus der Vielfalt der Einsatzlagen bei der Feuerwehr. Jeder Einsatz ist anders und muss individuell abgearbeitet werden. Nicht selten sind die Kameradinnen und Kameraden physischen und auch psychischen Extrembelastungen ausgesetzt“, berichtet Ingo Spindelndreier weiter.

Trotzdem erfülle die Arbeit in der Feuerwehr die Helfer mit Zufriedenheit. Man könne sich sicher sein, etwas Sinnvolles zu tun. Unentgeltlich, ehrenamtlich, 24 Stunden an 365 Tagen, zum Wohle der Allgemeinheit immer über den Piepser abrufbar.

„Etliche Männer und Frauen haben in den letzten Monaten den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck gefunden. Teilweise hatten sie noch nie etwas mit der Feuerwehr zu tun. Nachdem sie sich kundig gemacht und einmal reingeschnuppert hatten, haben nun etliche der Bewerber bereits den verpflichtenden Grundlehrgang absolviert“, so Ingo Spindelndreier.

Jeder, der Interesse an der Arbeit der Feuerwehr hat, kann über die Homepage www.feuerwehr-havixbeck.com Kontakt zum Leiter der Feuerwehr, Gemeindebrandinspektor Christian Menke, aufnehmen.

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