Bürgermeister für den Frieden

Flagge hissen am Rathaus

Havixbeck

Die Flagge der „Mayors for Peace“ wird am 10. Juli (Freitag) am Havixbecker Rathaus gehisst. 75 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki verbindet das Bündnis damit die Forderung nach einer Welt ohne Atomwaffen.

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Seit mehreren Jahren wird auch in Havixbeck die Flagge der Bürgermeister für den Frieden gehisst. Foto: Gemeinde Havixbeck

Am 10. Juli (Freitag) wird um 15 Uhr die Flagge des weltweiten Bündnisses der Bürgermeister für den Frieden zum neunten Mal neben dem Rathaus gehisst werden. Der Bürgermeister und der Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule laden die Havixbecker zu dieser kleinen Aktion ein. Die Fahne symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Allein in Deutschland sind 360 Städte Mitglied, so auch der Kreis Coesfeld und die Stadt Münster.

Die Mayors for Peace setzen sich in diesem Jahr besonders für die Verlängerung des New-Start-Vertrages ein. Dieses 2011 getroffene Abkommen zwischen den USA und Russland ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen. Die Mayors for Peace fordern eine Verlängerung des Vertrages über 2021 hinaus.

Bei der diesjährigen Zusammenkunft wird der stellvertretende Bürgermeister, Fred Eilers, für die Gemeinde sprechen. Klaus-Gerd Greif vertritt den Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule. Alle drei Kandidaten, die sich um die Nachfolge im Amt des Bürgermeisters bewerben, haben ihre Teilnahme zugesagt: Thorsten Webering (CDU), Ludger Messing (SPD) und Jörn Möltgen (Grüne).

Zum Abschluss wird die grün-weiße Fahne mit der Friedenstaube gehisst. Bis nach dem 9. August wird sie zu sehen sein und damit auch an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6./9. August des Jahres 1945 erinnern. Damals starben 100 000 Menschen sofort und etwas 130 000 bis Ende 1945. Etliche erlagen noch viele Jahre später den Spätfolgen.

75 Jahre nach den Atombombenabwürfen hat sich die Hoffnung der Überlebenden, der Hibakusha, auf einer Welt ohne Kernwaffen noch immer nicht erfüllt. Die Mayors for Peace fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsantrag endlich beizutreten.

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri schätzt, dass die Atomwaffenstaaten rund 13 400 Kernwaffen besitzen. Zugleich werden bestehende Arsenale modernisiert, stellt der Friedenskreis fest.

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