1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. Freude über hohe Wahlbeteiligung

  8. >

Juniorwahl an der AFG

Freude über hohe Wahlbeteiligung

Havixbeck

Die Gesamtschüler aus Havixbeck durften auch ihre Stimme abgeben. die Teilnahme an der Juniorwahl zählt zwar nicht für das richtige Bundestagswahlergebnis, gibt aber ein Stimmungsbild, für welche Parteien und Themen sich Schülerinnen und Schüler interessieren.

Bei der Juniorwahl an der AFG simulierten unter 18-jährige die Bundestagswahl und gaben ihre Stimme ab. Foto: Anne-Frank-Gesamtschule

Lange Schlangen bilden sich im Wahllokal der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG): Am Eingang zeigen Schülerinnen und Schüler ihre Ausweise, legen die Wahlbenachrichtigungen vor, dann geht es weiter zur Wahlkabine und anschließend zur Urne: Im Spieleraum der AFG wurde die Bundestagswahl simuliert. „Wir möchten Schülerinnen und Schüler, die bald 18 Jahre alt sind, möglichst authentisch auf die Wahl vorbereiten“, wird Katrin Blumenthal, die als SV-Lehrerin die Juniorwahl organisiert hat, in einer Pressemitteilung zitiert.

Demokratieförderung

Das Material von „Kumulus e.V.“ sei dabei eine große Hilfe. Als Träger des seit rund 20 Jahren bestehenden bundesweiten Projekts setzt sich der Berliner Verein für Demokratieförderung und politische Bildung ein und wird dabei von zahlreichen Stiftungen und Institutionen unterstützt, darunter auch von der Bundeszentrale für politische Bildung.

In Havixbeck stößt die Aktion bei den 326 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern ab der zehnten Klasse auf positive Resonanz: „Die Wahlbeteiligung liegt bei 89 Prozent“, freut sich SV-Lehrerin Juliane Kampmann. 15 SV-Mitglieder bilden das Wahlkomitee nebst Vorstand und zählten bis 18 Uhr die Stimmen aus, die dann an Juniorwahl.de übermittelt wurden. „Wir als SV waren sehr gespannt, welche politische Stimmung an unserer Schule herrscht“, sagt Blumenthal.

Katrin Blumenthal

Dass die Grünen mit einem Stimmenanteil von rund 24 Prozent als Sieger aus der Wahl hervorgingen und die CDU nur rund 12 Prozent bekam, war nicht überraschend. Bemerkenswert war aber das starke Abschneiden der FDP: 17,8 Prozent der Schüler gaben den Freien Demokraten die Zweitstimme. Nur die SPD lag mit 18,5 Prozent noch davor.

Die AfD wurde nur verschwindend gering angekreuzt, heißt es in der Mitteilung weiter. Sieben Prozent der Zweitstimmen gingen an „Die Partei“. „Es gibt immer einige, die sich einen Spaß daraus machen oder provozieren wollen“, ordnen Aya Dakkouri und Michelle Krüger, die bei der Wahl Schülerausweise kontrollierten und Wahlzettel ausgaben, diese Stimmenanteile ein.

Politische Willensbildung

Zehntklässler Noah findet die Juniorwahl gut: „So kann man sich besser vorstellen, wie die Wahl abläuft.“ Im Freundeskreis komme Politik manchmal etwas kurz, da sei es hilfreich, „wenn die Schule das thematisiert“. Schülersprecherin Svenja Halsband (Q1) hat den Eindruck, dass für viele Jugendliche keine Partei die passende ist. „Umso wichtiger ist es, sich mit den Parteiprogrammen auseinanderzusetzen.“

„Die Juniorwahl führt die Schülervertretung seit vielen Jahren durch. Sie ist wichtiger Bestandteil zur politischen Willensbildung unserer Schülerinnen und Schüler“, hebt Schulleiter Dr. Torsten Habbel die Bedeutung hervor.

Startseite