1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. Friedenszeichen für die Ukraine

  8. >

Schülerschaft der Anne-Frank-Gesamtschule macht ihre Position deutlich

Friedenszeichen für die Ukraine

Havixbeck

Die Schülervertretung der Anne-Frank-Gesamtschule hat ihre Meinung zum Krieg in der Ukraine auf beeindruckende Weise deutlich gemacht. Dafür ernteten sich viel Lob.

Beeindruckend: Die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule bildeten gemeinsam mit den Lehrenden auf dem Schulhof in Havixbeck ein riesiges Peace-Zeichen. Die Idee dazu hatte die Schülervertretung. Foto: Anne-Frank-Gesamtschule

Von allen Seiten strömen Jugendliche auf den Schulhof der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG). Auffällig viele tragen hellblaue AFG-Pullis, andere fallen durch gelbe Regenjacken oder Pullis auf. Letztere fischt die Leitung der Schülervertretung (SV), Juliane Kampmann, Simon Lütkenhaus und Katrin Blumenthal, aus der Menge und stellt sie auf eine mit Kreide vorgezeichnete Linie. Was auf den ersten Blick noch unkoordiniert wirkt, entwickelt sich schnell zu einem beeindruckenden Bild: Gemeinsam formen Schülerinnen und Schüler von der fünften bis zur 13. Klasse mit allen Lehrenden das international bekannte Peace-Zeichen. Dass der Rand blau und sein Inneres gelb hervorstechen, macht die Formation nur umso ausdrucksstärker.

Rund zehn Kilometer weiter, an der AFG in Billerbeck, stellen sich zur selben Zeit die dortigen Fünft- bis Achtklässler gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Eichenwald-Schule auf. Unter der Leitung von AFG-Lehrerin Bettina Koenen bilden sie gemeinsam ein riesiges Herz, einige schwenken Plakate. „Stopp Putin“ ist zu lesen, dazu die blau-gelbe Landesflagge der Ukraine.

„Den Frieden umgehend wiederherstellen.“

Die AFG möchte in dieser von der SV organisierten Aktion Solidarität für die Ukraine im Krieg mit Russland zeigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. „Wir sind heute hier, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen“, sagt SV-Mitglied Dennis Suttrup in einer Ansprache. Und Leah Damberg, die sich ebenfalls in der SV engagiert, ergänzt: „Wir Schülerinnen und Schüler der AFG wollen darauf aufmerksam machen, dass Putin mit dem Angriff auf die Ukraine den Frieden verletzt. Wir fordern, dass dieser umgehend wiederhergestellt wird.“ Suttrup bezieht in seiner Ansprache auch all diejenigen mit ein, die persönlich in Verbindung zu Russland oder der Ukraine stehen. „Diese Menschen sind natürlich nicht verantwortlich für das Handeln der beiden Staaten“, wird er in der Pressemitteilung zitiert.

Die Initiatoren der ersten Kundgebung in Havixbeck gegen den Krieg (wir berichteten) sind alle gekommen und unterstützen die Aktion der Schüler: Pfarrer Dr. Oliver Kösters von der evangelischen und Pfarrer Marc Heilenkötter von der katholischen Gemeinde, der Friedenskreis der Gesamtschule sowie Bürgermeister Jörn Möltgen. Als die Schülerinnen und Schüler ihn zu dieser Friedensdemonstration einluden, sagte er sofort zu: „Ich finde es sehr wichtig, ein Friedenszeichen zu setzen, vor allem, wenn dies von der Jugend kommt.“

Großes Lob für die Jugendlichen

Schulleiter Dr. Torsten Habbel freut sich über die klare Positionierung der SV: „Die Schüler spüren ihre Ohnmacht und finden dafür eine Sprache. In der Gemeinschaft stützen wir uns gegenseitig, wir sind im guten Kontakt. Unsere Schüler sind hier Vorbild für die Politik, die wieder in den Dialog einsteigen muss.“ Siebtklässler Oskar Middendorf spricht wohl für alle, wenn er sagt: „Für den Frieden würde ich eine solche Aktion immer wieder machen!“

Auch Robert Hülsbusch vom Friedenskreis unterstützt, ebenso wie AFG-Gründungsschulleiter Hannes Niehaus, die Aktion: „Die Erwachsenen kriegen es nicht hin, eine gerechte und friedliche Welt zu schaffen. Ihr, die jungen Leute, ihr werdet das schaffen. Macht weiter! Danke!“

Startseite
ANZEIGE