Münsterlandschule sorgt sich um die Zukunft

Gesamtschule Roxel könnte Aus bedeuten

Havixbeck/Roxel

Nicht von der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck / Billerbeck gibt es Kritik am Vorhaben in Roxel eine städtische Gesamtschule zu installieren. Auch aus Tilbeck gibt es skeptische Stimmen.

An der Münsterlandschule in Tilbeck nimmt man die Diskussion um eine mögliche Gesamtschule in Roxel mit Sorgen zur Kenntnis. Foto: dk

Die aktuelle Diskussion um eine mögliche dritte städtische Gesamtschule am Standort Roxel ist an der Verantwortlichen der Kosmos-Bildung gGmbH nicht vorbeigegangen: Der private Schulträger, der seit dem Jahr 2008 am Standort des Stifts Tilbeck eine Grundschule sowie mittlerweile auch eine Gesamtschule als staatlich anerkannte Ersatzschulen betreibt, steht einem Gesamtschulstandort Roxel kritisch gegenüber.

In einem Schreiben an die Redaktion unserer Zeitung weisen die Verantwortlichen der reformpädagogischen Schule darauf hin, dass sich der Einzugsbereich einer möglichen Roxeler Gesamtschule nicht nur mit dem der Havixbecker/Billerbecker Anne-Frank-Gesamtschule, sondern auch mit ihrer Gesamtschule, der Münsterlandschule Tilbeck, überschneide. Den Angaben zufolge werden beide Schulen der Kosmos-Bildung gGmbH derzeit von 360 Schülern, mehr als 60 davon mit anerkanntem Förderbedarf, besucht.

Ländliche Lage und großes Einzugsgebiet

Aufgrund der ländlichen Lage und des großen Einzugsgebiets sei man gezwungen, für die Schülerschaft einen Spezialverkehr einzurichten. Dies auf der Grundlage der Schülerfahrkostenverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Und diese beinhaltet leider die Kernfrage, welche Schule die nächstgelegene schulformgleiche und aufnahmebereite Schule ist – eine Refinanzierung steht den einzelnen Kindern höchstens dorthin zu. Somit wäre eine Roxeler Gesamtschule vermutlich das Ende unseres Schülerspezialverkehrs und damit auch in Folge das Ende unserer beiden Schulen“, befürchten die Verantwortlichen der staatlich anerkannten Ersatzschule.

Mehr als 130 der Kinder und Jugendlichen kämen aus Münster. Eltern entschieden sich sicherlich nicht dafür, zehn bis 13 Jahre lang für ihre Kinder Tag für Tag „Taxi Mama oder Papa“ zu spielen, so erfolgreich das reformpädagogische Konzept der Münsterlandschule auch sein möge.

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