Umweltausschuss besichtigt Gräfte und Habichtsbach

Gewässer erlebbar machen

Havixbeck

Die Gräfte in Hohenholte soll in Zukunft stärker gepflegt werden und die Quelle des Habichtsbaches in Havixbeck erlebbar gemacht werden. Erste ist Ideen, wie die Aufwertung der beiden Gewässer vonstatten gehen konnte, sammelte der Umweltausschuss bei zwei Ortsterminen.

Von Kerstin Adass

Der Umweltausschuss hatte vor seiner Sitzung zu zwei Ortsbesichtigungen eingeladen. Die Gräfte in Hohenholte war ein Ziel. Foto: Kerstin Adass

„Wir wollen uns heute erstmal einen Eindruck verschaffen und dann beraten, welche Aufwertungsmaßnahmen man ergreifen könnte“, begrüßte Vorsitzender Dirk Eikmeyer am Dienstag die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität, Energie und Nachhaltigkeit sowie Interessierte in Hohenholte. Vor der Sitzung im Rathaus absolvierte der Ausschuss zwei Ortsbesichtigungen, zunächst an der Gräfte des Stiftsdorfs und danach am Habichtsbach in Havixbeck.

Kein natürlicher Zufluss

Das 870 Meter lange Gewässer in Hohenholte bietet für Anwohner und Touristen momentan nur wenig Mehrwert. „Ein großes Problem ist, dass die Gräfte keinen natürlichen Wasserzufluss hat“, erklärte Monika Böse von der Gemeindeverwaltung. Daher müsse Wasser aus der Aa in die Gräfte gepumpt werden. Allerdings geschehe dies nur, wenn genug Wasser vorhanden sei. Ein Wasserfluss entstehe nur unterhalb der Wasseroberfläche, was die Bildung von Wasserlinsen begünstige.

Folgt man der Gräfte aus dem Ortskern heraus, wird ein weiteres Problem sichtbar: Das von Bäumen und Sträuchern herabfallende Laub führt zur Versumpfung des Gewässers.

Sandra Dirks

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Gräfte in Zukunft stärker gepflegt werden sollte. Es wurden Bedenken zur Verkehrssicherheit geäußert, da der Zaun neben dem Wasser teils marode sei und Kinder die durch Wasserlinsen grün gefärbte Oberfläche mit einer Rasenfläche verwechseln könnten. Außerdem gab es Ideen zur ökologischen Aufwertung der Gräfte. Gemeindeverwaltung und Umweltausschuss wollen nun prüfen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und ob diese durch Fördermittel finanziert werden könnten.

Namensgeber des Ortes

Die zweite Ortsbesichtigung fand am Generationenpark statt, der in Havixbeck auch als Bürgerpark bekannt ist. Dort befindet sich, verborgen durch Sträucher, die Quelle des Habichtsbaches. „Dieser Bach, der unserem Ort seinen Namen gegeben hat, sollte auch entsprechend gewürdigt werden“, meinte Friedhelm Brockhausen. Der Vorsitzende des Heimatvereins findet, dass der Habichtsbach, ähnlich wie der Schlautbach oder der Zitterbach, sichtbar und erlebbar gemacht werden müsse. Das klare Grundwasser tritt derzeit aus Indus­trierohren in den Bach, die umliegende Fläche wirkt mit ihren tiefhängenden Ästen und Baumstümpfen nicht sonderlich einladend.

Um den Quellort attraktiver zu gestalten, könnten beispielsweise ein Weg angelegt und Sitzgelegenheiten installiert werden. Ein geplantes Quellenmodell würde zudem die besondere Struktur des Baches veranschaulichen. Sandra Dirks vom Heimatverein hofft, dass der Habichtsbach an die Steverlandroute angeknüpft und für Schulexkursionen genutzt werden könnte. Gleichzeitig ist ihr wichtig, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen: „Es soll nicht protzig gestaltet werden, sondern klein und verwunschen bleiben.“

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