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Grünflächen auf dem Blick betroffen

Hunde fressen von ausgelegten Giftködern

Havixbeck

Vom Tierarzt behandelt werden mussten zwei Hunde, nachdem sie von auf Grünflächen auf dem Blick ausgelegten Ködern gefressen haben. Die Hundehalterinnen warnen andere Tierbesitzer, bei ihren Spaziergängen mit ihren Vierbeinern aufmerksam zu sein.

Ansgar Kreuz

Vor Giftködern, die im Bereich auf dem Blick ausgelegt worden sind, warnen Hundehalterinnen andere Frauchen und Herrchen (Symbolbild). Foto: dpa

„Wir haben Glück gehabt, dass unserem Hund nicht mehr passiert ist“, denkt eine Havixbeckerin immer noch mit Schrecken an das in der vergangenen Woche Erlebte zurück. Bei einem Spaziergang fraß ihr acht Monate alter Rüde am Donnerstag zur Mittagszeit Giftköder, die auf einer Grünfläche im Bereich des Wohngebiets „Auf dem Blick“ von einem Unbekannten ausgelegt worden waren. „Die Köder, vermutlich Rattengift, waren unter ganz normales Futter gemischt“, schildert die Tierbesitzerin das fiese Vorgehen des Verursachers, der offenbar ein „Hundehasser“ sei.

Ihr junger Hund sei derzeit sehr neugierig, schnuppere überall wie ein „Staubsauger“ durch die Gegend. „Ich konnte gar nicht so schnell eingreifen, wie er den Köder gefressen hat“, erzählt die Halterin. Eilig machte sie sich auf den Weg zum Tierarzt. Durch das Spritzen eines Medikaments wurde der Hund zum Erbrechen gebracht. Gesundheitliche Schäden hätten auf diese Weise abgewendet werden können, ist die Havixbeckerin erleichtert. Dem Hund gehe es inzwischen wieder gut.

Appell an Hundebesitzer

Während sich die Hundehalterin auf den Weg zum Tierarzt machte, sammelte eine andere Frau die ausgelegten Giftköder ein. Auch auf einer anderen Grünfläche auf dem Blick wurde sie noch fündig.

Weniger Glück hatte ein weiterer Hund, der schon einige Tage zuvor – allerdings unbemerkt – offenbar ebenfalls von ausgelegten Ködern etwas gefressen hatte. „Unser Hund ist bei einem Spaziergang plötzlich zusammengebrochen“, berichtet die Halterin gegenüber unserer Zeitung. Der Tierarzt habe Veränderungen an der Leber festgestellt. Diese Folgen einer mutmaßlichen Vergiftung hätten mit Medikamenten behandelt werden müssen.

„Wer mit seinem Hund auf dem Blick unterwegs ist, sollte weiterhin aufmerksam sein“, mahnen die betroffenen Hundehalterinnen andere weiterhin zur Vorsicht. Sie raten Frauchen und Herrchen dazu, die Vierbeiner von den Grünflächen fern zu halten. Es sei durchaus möglich, dass in diesen Bereichen oder auch an anderen Stellen noch Giftköder lägen.

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