1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. Im Essen stecken Geschichten

  8. >

Kulinarische Lesung im Speicher 3

Im Essen stecken Geschichten

Hohenholte

Weil Ingo Swoboda und Martin Maria Schwarz kulinarisch ebenso wie literarisch und journalistisch einiges zu bieten haben, hörten die Besucher der Lesung ihnen gerne zu. In Hohenholte präsentierten sie das Programm „Draußen gibt es nur Kännchen“.

Von Kerstin Adass

Martin Maria Schwarz (l.) und Ingo Swoboda erzählten und lasen Geschichten unter dem Titel „Draußen gibt es nur Kännchen“ passenderweise im Außenbereich des Speichers 3 in Hohenholte. Foto: Kerstin Adass

Ingo Swoboda und Martin Maria Schwarz könnten stundenlang über gutes Essen und die passenden Getränke reden. Weil die beiden Autoren und Moderatoren aber nicht nur kulinarisch, sondern zudem literarisch und journalistisch einiges zu bieten haben, hört man ihnen dabei auch gerne zu. So etwa am Dienstagabend, als sie auf Einladung des Kunst- und Kulturvereins Hohenholte ihr Programm „Draußen gibt es nur Kännchen“ im Außenbereich des Speichers 3 präsentierten.

Anekdoten aus der Gastronomie

In Texten aus verschiedenen Genres und Anekdoten von Swoboda und Schwarz erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur, dass Gastronomen eine Aversion gegen das Bestellen einer einzelnen Tasse Kaffee im Freien hegen. Es wurde thematisiert, was bei einem Essen der Europäischen Kommission alles schiefgehen kann, wie man Soßenflecken auf der Tischdecke am besten vor seinen Mitmenschen verbirgt und warum ein Luxusrestaurant der denkbar schlechteste Ort für Liebeserklärungen ist.

Wissenswertes für kulinarische Reisen

„Essen und Trinken ist mehr als das Stillen eines Grundbedürfnisses“, erklärte Martin Maria Schwarz. „In unserem Essen“, fuhr er fort, „stecken Berge von Kulturgeschichten, von Sitten und Gebräuchen.“ Schwarz und Swoboda sind überzeugt, dass Literatur selbst im Bezug auf Speisen ungeahnte Perspektiven eröffnen kann. Zentraler Aspekt des Genusses bleibe jedoch das Probieren. Die beiden Autoren berichteten von vielen kulinarischen Reisen – am liebsten nach Frankreich. Dabei sei es natürlich wichtig, die Gepflogenheiten zu kennen und nach langen Weinproben noch einen klaren Gedanken fassen zu können. So schloss Swoboda aus seinen Erfahrungen bei der dreitägigen Weinversteigerung der Hospices de Beaune in Burgund: „Man muss spucken, koste es, was es wolle!“

Startseite
ANZEIGE