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Mobilitätskonzept: Bürger werden bald nach Wünschen befragt

Jetzt beginnt die Arbeitsphase

Havixbeck

Mit einem Mobilitätskonzept soll die Gemeinde Havixbeck fit gemacht werden für den Verkehr der Zukunft. Auch die Bürger sollen zu Wort kommen, wie das Angebot vor Ort verbessert werden kann. Bei einem „Mobilitätscheck“ sollen Problembereiche in Augenschein genommen und Handlungsansätze diskutiert werden.

Von Henning Tillmann

Zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Auto oder ganz anders? Der Verkehr in Havixbeck – hier der Kreisverkehr mit Blick auf die Hauptstraße – wird sich weiter verändern. Die Bürger sollen diesen Wandel durch ein Mobilitätskonzept mitgestalten. Foto: Ansgar Kreuz

Als Schlagwort geistert es schon länger durch die politische Diskussion. Aber nun soll es in die Arbeitsphase gehen. Die Rede ist vom Mobilitätskonzept, mit dem die Gemeinde Havixbeck fit gemacht werden soll für die Mobilität der Zukunft. Auch die Bürger sollen dazu bald zu Wort kommen.

Die Grundlage für alles, was da kommen mag, ist gerade gelegt worden, wie Bürgermeister Jörn Möltgen schon bei der jüngsten Ratssitzung berichtete. Denn Ende März fand in Havixbeck an zehn Punkten die Verkehrszählung statt. Deren Daten werden nun zunächst einmal ausgewertet. „Sollten im weiteren Verlauf weitere Zählungen nötig sein, werden wir die in Auftrag geben“, sagt Möltgen.

Schon sehr bald – voraussichtlich Anfang Mai – will er einen Aufschlag über die App Crossiety machen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber ins Gespräch zu kommen, was sie sich so vorstellen können, wenn es darum geht, das verkehrliche Angebot vor Ort zu verbessern. Das ist dann der erste Part der Bürgerbeteiligung.

Planungsspaziergang für alle Interessierten

Der zweite folgt am 24. Mai (Dienstag) um 17 Uhr mit dem soggenannten „Mobilitätscheck“. Der sei als eine Art Planungsspaziergang für alle Interessierten gedacht. Hierbei sollen mit einer Begehung konkreter Problembereiche direkt vor Ort Erfahrungen und auch Handlungsansätze diskutiert werden. Dabei sollen sechs bis acht Stationen vorbereitet werden, an denen kleinere Inputs zu den Themen des Mobilitätskonzeptes gegeben werden. Dabei können auch weitere Beteiligte (etwa Polizei oder auch Interessensvertreter) Inputs geben. Welche Punkte genau angesteuert werden, steht noch nicht fest, denn das soll sich auch aus der Befragung über Crossiety ergeben.

Der dritte Teil ist ein öffentliches Bürgerforum, das wahrscheinlich am 30. August (Dienstag) im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule stattfinden wird. Dort sollen die Ideen dann auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Wer sich also vorher noch nicht beteiligen konnte, ist spätestens dann eingeladen, seine Vorstellungen eines künftigen Verkehrskonzeptes für Havixbeck einzubringen.

Planungsbüro erarbeitet mögliche Maßnahmen

„Daraufhin erarbeitet das Planungsbüro Maßnahmen, die dann in den politischen Gremien diskutiert werden“, skizziert Möltgen den ungefähren Zeitplan für die Findungsphase. Der abschließende Bericht wird zum Ende des Jahres 2022 erwartet, die Ergebnisse sollen bis zur letzten Sitzungsfolge 2022 vorliegen.

Was dann umgesetzt wird? Steht noch in den Sternen. Denn: Denkverbote soll es keine geben. „Wir sind völlig offen. Natürlich müssen die eingebrachten Ideen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden“, erläutert Möltgen. Einen Zehn-Minuten-Takt im ÖPNV beispielsweise könne man sich wünschen, habe man als Gemeinde allerdings kaum in der Hand. „Aber ansonsten schließe ich keine Maßnahme von vorneherein aus“, so der Bürgermeister. „Beispielsweise könnte ich als Grüner sagen: Die Osttangente zu bauen, kommt für mich nicht in Frage. Aber so gehen wir da nicht ran.“

Klar sei nur: Die Mobilität müsse und werde sich in Zukunft verändern. Und die Bürger seien nun bald dazu aufgerufen, das nach ihren Wünschen mitzugestalten.

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