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AFG: Freude über erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „bio-logisch“

Jugendliche sind „nicht auf den Kopf gefallen“

Havixbeck

„Nicht auf den Kopf gefallen“ ist das Motto des Wettbewerbs „bio-logisch“, den das Ministerium für Schule und Bildung Jahr veranstaltet. An der Anne-Frank-Gesamtschule gehören solche motivierenden Wettbewerbe zum MINT-Programm und werden regelmäßig durchgeführt. So auch jetzt wieder. Dabei gab es Einblicke in das menschliche Gehirn – und in seine Grenzen.

Sie haben viel über das Gehirn gelernt: Mia Korbach, Biologielehrerin Iris Kattenbaum, Sara Henrichmann, Alita Azami, Barbara Plettendorff (Bio-Lehrerin), Malina Dittmann und Jannik Hillmer. Schulleiter Dr. Torsten Habbel überreichte die Urkunden. Foto: AFG

„Wir haben herausgefunden, wie das Gehirn aufgebaut ist und viel über die Anatomie des menschlichen Schädels erfahren“, erzählt Alita Azami, Schülerin der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG). „Besonders interessant war es für uns, selbst Experimente zu planen und durchzuführen.“ Eine mit Knete ummantelte Murmel wurde zu einer Art Mini-Schädel. „Wir haben die Murmel vom Tisch rollen und auf ein gebogenes Papier fallen lassen“, erklärt Sara Henrichmann, die den Versuch als Zehntklässlerin gemeinsam mit Alita und Jannik durchgeführt hat. „So wie das Papier gibt auch der Schädelknochen nach und schützt das Gehirn.“

Lernen ohne Notendruck

„Nicht auf den Kopf gefallen“ ist das Motto des Wettbewerbs „bio-logisch“, den das Ministerium für Schule und Bildung auch in diesem Jahr veranstaltet hat. An der AFG gehören solche motivierenden Wettbewerbe zum MINT-Programm – also zum Programm der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – und werden regelmäßig durchgeführt. „Wettbewerbe haben den Vorteil, dass es zwar um Leistung geht, aber ohne Notendruck“, sagt Biologielehrerin Iris Kattenbaum. Dabei gehe es um die Erweiterung von Methoden und Kompetenzen sowie um eine thematische Vertiefung über den eigentlichen Unterrichtsstoff hinaus.

15 Zehntklässler und eine Schülerin aus der Achten nehmen teil

Rund 15 interessierte Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse sowie eine Achtklässlerin, Mia Korbach, haben die Aufgaben mit sehr gutem und gutem Erfolg – zum Teil unter Pandemiebedingungen im Distanzunterricht – gelöst. „Nele Burgard hat im bundesweiten Vergleich sogar den 48. Platz von 459 Teilnehmern ihrer Altersklasse erreicht“, betont ihre Lehrerin, Barbara Plettendorff, stolz.

Inhaltlich ging es nicht nur um das Aussehen des Schädels, sondern auch um alltägliche Dinge, die durch das Gedächtnis beeinflusst werden. „Wir haben uns zum Beispiel gefragt, weshalb wir uns so schwer von gewohnten Routinen trennen können“, so Jannik Hillmer, „und dabei erfahren, dass im Unbewussten Handlungsabläufe gespeichert sind, zum Beispiel Rad fahren oder schwimmen.“ Das sei praktisch, wenn es um Bewegungen gehe, die stets gleich blieben, könne aber auch stören, etwa, wenn es das Ziel sei, aus Routinen auszubrechen.

„Manchmal spielt uns das Gehirn auch einen Streich“, sagt Alita und macht den Vorschlag, folgendes Experiment auszuprobieren: „Kreuzen Sie mit verbundenen Augen zwei Finger und lassen sie Ihre Fingerkuppen von einer anderen Person berühren, zum Beispiel mit einen Bleistift. Sie werden sehen, dass Sie die beiden Finger verwechseln!“

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