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Konzert mit Udo und Fanny Herbst

Klänge von Gitarre und Harfe verschmelzen

Havixbeck

Der leidenschaftliche Gitarrist Udo Herbst und die virtuose Harfenistin Fanny Herbst beeindruckten das Publikum bei ihrem Konzert im Baumberger-Sandstein-Museum in Havixbeck. „Saite an Saite“ hatten Vater und Tochter das Programm überschrieben.

Von Iris Bergmann

Mit ihrem Programm „Saite an Saite“ bereiteten der Gitarrist Udo Herbst und die Harfenistin Fanny Herbst dem Publikum einen mitreißenden Konzertabend. Foto: Iris Bergmann

„Wir haben uns der Musik genähert über Improvisation“, begrüßte der Gitarrist Udo Herbst am Samstagabend das Publikum im Havixbecker Sandstein-Museum. Neben ihm mit der großen Harfe seine Tochter Fanny Herbst. Sie schmunzelte. Und wie zum Beweis legten die beiden Musiker los und spielten gemeinsam.

Es waren sanfte, einleitende Klänge der Gitarre und der Harfe. Harmonisch griffen sie ineinander und stimmten das Publikum ein, auf das, was da noch folgen sollte: Vater und Tochter, Gitarre und Harfe „Saite an Saite“, zuerst im Dialog, dann gemeinsam.

Fanny Herbst brachte den Zuhörerinnen und Zuhörern ihr Instrument näher, das sie so meisterlich beherrscht. „Die Harfe ist ursprünglich aus Irland“, beschrieb sie. Und sie sei vornehmlich im Irish Folk zu finden. Aber auch in Mitteleuropa habe das Instrument Komponisten inspiriert. Und so spielte sie einen Satz von Georg Friedrich Händel.

Musikalische Reise durch Europa

Weg von deutscher Klassik entführte Udo Herbst mit seiner Gitarre das Publikum nach Spanien und spielte eine Serenade. Wer die Augen schloss, fühlte sich in eine spanische Bodega versetzt. Fanny Herbst „antwortete“ darauf mit dem zweiten und dritten Satz des Harfenkonzertes von Paul Hindemith. Der Ende des 19. Jahrhunderts geborene deutsche Komponist komponierte modernere Stücke.

In die Welt des Kinos nahm Udo Herbst das Publikum mit dem bekannten Lied „Cavatina“ von Stanley Myers, ein sanftes Werk, das zu dem eher martialischen Film „Die durch die Hölle gehen“ geschrieben wurde, mit. So warfen sich Gitarre und Harfe die Musikstücke wie Bälle zu, nahmen Vater und Tochter die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise von Deutschland nach Spanien, Frankreich, England und auch Irland.

Herz schlägt für Irish Folk

Dass das Herz von Fanny Herbst unverkennbar am Irish Folk hängt (sie hat auch eine eigene Band), bewiesen die zwei Stücke, die sie selbst komponiert hat. Sie sorgte damit für helle Begeisterung im Publikum. Und die Stücke stimmten auf einen weiteren, aber auch letzten, Höhepunkt des Abends ein: „Saite an Saite“ spielten Udo und Fanny Herbst das Stück „Autumn leaves“ oder „Les feuilles mortes“ von Ives Montand, das wohl schon millionenfach in allen Varianten gespielte weltbekannte Lied.

„Irgendwie passend zu unserem Namen“, fand Udo Herbst launig. Das Publikum ließ sich von der Melodie mitreißen und genoss jeden Ton. Da war schon klar, dass der leidenschaftliche Gitarrist und die virtuose Harfenistin nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gehen durften.

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