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Fehlende Plätze im kommenden Jahr

Kommunale Kita soll aufgestockt werden

Havixbeck

Trotz schon bereits bestehender Bauvorhaben werden die Kita-Plätze in Havixbeck im kommenden Jahr nicht ausreichen. Deshalb will die Verwaltung nun die kommunale Kita im Flothfeld aufstocken und damit auch die Containerlösung überflüssig machen. Am Dienstag beschäftigt sich der Schulausschuss mit dem Vorschlag.

Von Henning Tillmann

Die kommunale Kita im Flothfeld soll nach Plänen der Verwaltung um ein Stockwerk aufgestockt werden, um Platz für eine weitere Gruppe zu schaffen. Foto: Henning Tillmann

Wie hatte es die Ausschussvorsitzende Margarete Schäpers (SPD) noch sinngemäß bei einer ähnlichen Gelegenheit formuliert? Wenn die Gemeinde neue Kitas bauen müsse, solle man sich darüber freuen, statt über die Kosten zu stöhnen. Schließlich seien viele Kinder im Ort ja ein gutes Zeichen. In diesem Sinne hat der Schul- und Sozialausschuss am kommenden Dienstag (6. September) ab 19 Uhr wieder etwas, über das er sich freuen kann. Denn die bisherigen Kita-Plätze werden ab Mitte 2023 wohl aufgestockt werden müssen.

„Wir planen gerade schon zwei vierzügige Kitas, und es reicht immer noch nicht“, sagt Bürgermeister Jörn Möltgen. Fachbereichsleiterin Monika Böse ergänzt: „Wir werden im Kitajahr 2023/2024 den zusätzlichen Bedarf für eine weitere Gruppe haben.“

Private Betreiber winken ab

Das Problem dieses Mal: Alle privaten Träger, die in der Gemeinde schon jetzt Betreuungsplätze anbieten, haben das Angebot, eine weitere Gruppe einzurichten, dankend abgelehnt. Entweder, weil ihre bisherigen Standorte bereits überfüllt sind. Oder weil sie die derzeitig schwer kalkulierbaren Investitionskosten scheuen. Oder aber, weil sie befürchten, nicht genügend Fachpersonal für den Betrieb akquirieren zu können. Also wird die Gemeinde wohl das tun müssen, was sie aufgrund einer schlechteren Förderkulisse für öffentliche Bauherren eigentlich nur ungern tut: Sie wird selbst tätig werden müssen.

Im Schulausschuss wird die Verwaltung der Politik den Vorschlag unterbreiten, erneut an der kommunalen Kita im Flothfeld zu erweitern. Damit könnten dann sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Denn die vorgeschlagene Aufstockung des Gebäudes um ein Stockwerk würde den benötigten Platz für gleich zwei Gruppen schaffen. Damit würde die ursprünglich ohnehin nur als Provisorium gedachte Containerlösung, die nun aber bereits seit 2018 an dieser Stelle existiert, endlich überflüssig werden.

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