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Umweltausschuss beriet über Kläranlage, Radverkehr und weitere Themen

Leben und Mobilität verbessern

Havixbeck

Von der Kläranlage über die Radwege bis zur Hundewiese: Der Umweltausschuss diskutierte über viele für das Gemeindeleben wichtige Themen.

Von Kerstin Adass

Die Havixbecker Kläranlage: Guido Peschke und Stefan Kirchhoff vom Lippeverband erläuterten im Umweltausschuss, wie die zuletzt 2008 sanierte Anlage erneuert werden soll. Foto: Ansgar Kreuz

Am Dienstagabend kam der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität, Energie und Nachhaltigkeit im Rathaus zusammen. Die Mitglieder verschafften sich einen Überblick über anstehende Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die das Leben und die Mobilität in Havixbeck verbessern sollen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Instandsetzung des Klärwerks, die Beleuchtung von Straßen und Wegen und die Errichtung einer Bike-und-Ride-Anlage am Bahnhof.

Zunächst dankte der Ausschussvorsitzende Dirk Eikmeyer jedoch der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck, die noch in der ersten Nacht der Flutkatastrophe im Juli ein Krankenhaus in Eschweiler evakuiert hatte. „Das bringt die Einsatzbereitschaft und Einsatzkraft unserer Feuerwehr zum Ausdruck“, lobte Eikmeyer.

Lob für die Feuerwehr zum Auftakt

In einem Vortrag zum Havixbecker Klärwerk erläuterten Guido Peschke und Stefan Kirchhoff vom Lippeverband, wie die zuletzt 2008 sanierte und mit einer Person dauerhaft besetzte Anlage erneuert werden soll. Einige Leckagen seien bereits abgedichtet worden, so Peschke, doch an den Wassersilos und unterirdischen Leitungen werden vermutlich weitere auftreten.

Weil die Kläranlage Tilbeck aufgegeben wird, muss eine Überleitung nach Havixbeck erfolgen. Die geplante Trasse soll auch Anschlussmöglichkeiten für private Haushalte bieten und 2023 fertiggestellt werden. Die Gemeinde rechnet mit Kosten von circa 4,95 Millionen Euro brutto, was sich auch in einer Beitragserhöhung für Bürgerinnen und Bürger niederschlagen wird.

Sanierung der Kläranlage erläutert

Bezüglich eines Antrags des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf Ausweisung der Herkentruper Straße als Fahrradstraße wurde beschlossen, die inner- und außerörtlichen Rahmenbedingungen mit den beteiligten Fachbehörden zu prüfen. Der ADFC Havixbeck argumentierte in seinem Antrag mit mangelnder Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer auf der Herkentruper Straße und einem Ausbau des Radwegenetzes in Richtung Münster.

Auch beim Thema „Neubaugebiet Masbeck“ regten die Ausschussmitglieder an, Fahrradfahrer und Fußgänger stärker zu berücksichtigen. Die Planungen für einen Kreisverkehr, der das Baugebiet an die Münsterstraße und den Stopfer anschließen soll, beinhalten dementsprechend einen Außenring für Fahrradfahrer.

Verbesserungen für Radverkehr schaffen

Der Umweltausschuss sprach sich zudem für eine erweiterte Beleuchtung bestehender Rad- und Fußwege aus. Ein Ausschussmitglied hob positiv hervor, wie wichtig die vorgesehene a­daptive Beleuchtung zum Schutz von Insekten und zur Abmilderung von Lichtverschmutzung sei.

Im Sinne des Umweltschutzes soll zudem die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch eine Bike-und-Ride-Station am Bahnhof erleichtert werden. Dort könnten vorerst bis zu 60 Fahrräder diebstahlsicher abgestellt werden. Falls der geplante Förderantrag bewilligt wird, könnte von den 200 000 Euro Gesamtkosten etwa die Hälfte durch Fördermittel abgedeckt werden. Die Höhe der Bau- und Materialkosten löste allerdings vor allem vonseiten der FDP-Fraktion Kritik aus.

Viele Fragen zur Hundewiese

Zum Ende des öffentlichen Teils der Ausschusssitzung wurde über die Errichtung einer Hundewiese und eines Waldfriedhofs in Havixbeck diskutiert. Einige Anwesende äußerten besonders bei der Freilauffläche für Hunde Bedenken im Bezug auf die Zufahrt, die Parkmöglichkeiten, die Lautstärke und die Pflege des 3000 Quadratmeter großen Flurstücks auf der Lagerfläche des gemeindlichen Bauhofes südlich der Schützenstraße.

Mit einem Prüfungsantrag für die Errichtung eines Waldfriedhofes in Havixbeck verdeutlichten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, dass in der Gemeinde Interesse an naturnahen Bestattungsmöglichkeiten besteht.

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