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Projekttag an der Anne-Frank-Gesamtschule zum Thema Nachhaltigkeit

Lebensmittel retten statt verschwenden

Havixbeck

Wie kann man verhindern, dass Lebensmittel verschwendet werden? Wie kann man Ressourcen schonen? Mit solchen Fragen beschäftigten sich AFG-Schüler am Projekttag zum Thema Nachhaltigkeit.

Stephan Humpohl, didaktischer Leiter der AFG, nahm die digitale Tellerrestewaage aus den Händen von Dr.-Ing. Christina Strotmann entgegen. Foto: Anne-Frank-Gesamtschule

Ressourcenverbrauch, menschenwürdige Arbeit, Lebensmittelknappheit auf der einen, Verschwendung auf der anderen Seite, dies alles sind Themen, die den neunten Jahrgang der Anne-Frank-Gesamtschule am Projekttag „Nachhaltigkeit“ beschäftigten. Im Rahmen des MINT-Konzepts der Schule und in Kooperation mit dem Biologischen Zen­trum Coesfeld sowie der Fachhochschule Münster wählten die Schülerinnen und Schüler einen von vier Workshops aus, berichtet die AFG in einer Pressemitteilung.

Unter dem Motto „Schokolade, selbst gemacht und fair gehandelt“ gingen die Jugendlichen auf Entdeckungsreise rund um Anbau und Handel von Kakao und stellten mit gerösteten Kakaobohnen selbst Schokolade her.

„Papier, selbst gemacht“ war das Thema der Recyclinggruppe, die sich mit der Geschichte des Papiers und mit Papierverbrauch beschäftigte. Die Schülerinnen und Schüler erlernten die Büttenschöpftechnik des 16. Jahrhunderts und stellten Papier aus Altpapier und aus Frischfasern her.

Papier nach Alter Technik geschöpft

Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UN) beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen kooperativer Spiele und Diskussionsrunden, unter anderem ging es dabei um Gesundheit und Wohlergehen für alle.

Als viertes wurde der Workshop „Nachhaltiger Lebensmittelkonsum“ angeboten. Hier erfuhren die Jugendlichen in einem ersten Teil, wie viel virtuelles Wasser – also Wasser, das für die Produktion und Verarbeitung verwendet wird – in den Lebensmitteln steckt. „Pro Kilogramm Rindfleisch werden durchschnittlich 15.500 Liter verbraucht“, erklärt Iris Kattenbaum, Klassenlehrerin der 9.1. „Ein hoher Bewässerungsbedarf kann in trockenen Gebieten eine Wassereinschränkung für die Bevölkerung bedeuten. Hinzu kommt die Verunreinigung der Gewässer durch Pestizide und Düngemittel.“

Virtuelles Wasser berechnet

Der zweite Teil dieses Workshops gelang in Kooperation mit der Fachhochschule Münster (Institut für Nachhaltige Ernährung). Dr.-Ing. Christina Strotmann und Alice Beckmann, studentische Hilfskraft, erfassten sechs Wochen lang die Menge der Lebensmittelreste nach den Mittagsmahlzeiten in der Mensa. Insgesamt wurde eine Produktionsmenge von 1161 Kilo erfasst. Die Abfallmenge beläuft sich auf 160 Kilo, also circa. 14 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung.

Für die Schülerinnen und Schüler war schnell klar, dass sie zu Lebensmittelrettern werden müssen. „Viele Neuntklässler haben sich bereits vorher mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt und hatten gute Ideen, Lebensmittelreste zu vermeiden“, freut sich Iris Kattenbaum. Als langfristiges Kooperationsprojekt der Fachhochschule mit der Mensa wurde eine digitale Tellerrestewaage in der Mensa angebracht, mit der die Jugendlichen nach jedem Essen messen sollen, wie viel Gramm Lebensmittel sie wegwerfen. Nach einem Jahr wird ausgewertet.

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