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Freiwillige Feuerwehr Havixbeck beim Waldbrand in Viersen

Löschwasser kommt auch aus Hubschraubern

Havixbeck

Es waren sehr anstrengende 24 Stunden Dauereinsatz. Aber wir konnten helfen und das ist ja das Wichtigste, so Christian Menke, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck.

Klaus de Carné

Eine Gruppe von Havixbecker Feuerwehrmännern gehörte zur Bereitschaftsgruppe des Kreises Coesfeld, die nach Viersen zur Unterstützung des Brandes eingesetzt wurde. Foto: Feuerwehr

Schon seit drei Tagen brennt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei Viersen eine Fläche von 170 Hektar – wegen des entstandenen Rauchs mussten inzwischen 4000 Menschen ihre Häuser verlassen. Das auf der niederländischen Seite gelegene Dorf Herkenbosch wurde evakuiert. Der Grund war der dichte Qualm mit einer hohen Konzentration von Kohlenmonoxid.

Da die örtlichen Feuerwehren nicht genug Kapazitäten haben, machte sich eine Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck auf den Weg, nachdem der Kreis Coesfeld die Bereitschaftsgruppe aus mehreren Orten alarmiert hatte. Am Mittwochmorgen ging es um 3 Uhr los.

Das große Waldgebiet in der Nähe der Stadt Viersen liegt an der Staatsgrenze zu den Niederlanden. Die Havixbecker Feuerwehrleute gehörten zu einem Trupp von 62 Feuerwehrpersonen, die gemeinsam mit riesigen Wassermengen versuchten, dass Feuer einzudämmen. „Da das Gebiet sehr großflächig ist, wurde aus der Luft die Bekämpfung mit Hubschraubern unternommen“, berichtete Feuerwehrsprecher Ingo Spindelndreier.

2000 Liter Wasser fasst ein „Bambi Bucket“, eine Art Riesen-Wassersack, der an einem langen Seil unter einem Hubschrauber hängt. Immer wieder flog der Helikopter der Bundespolizei im deutsch-niederländischen Grenzgebiet vom Weiher Melickerven in das Brandgebiet im Naturschutzgebiet Meinweg.

Die Niederlande entsandte zwei Panzer, um Feuerwehrleuten beim Ziehen von Brandschneisen zu helfen. Auf deutscher Seite sei der Brand unter Kontrolle. Das Feuer hatte sich am Dienstag trotz der Löschbemühungen vergrößert.

„Es waren sehr anstrengende 24 Stunden Dauereinsatz. Aber wir konnten helfen und das ist ja das Wichtigste“, so Christian Menke, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck, bei der Rückkehr am Donnerstag. Er warnt die Bevölkerung vor weiteren Bränden, die sich bei der Trockenheit schnell entzünden.

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