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Der Barockpark von Haus Stapel

Lustwäldchen, Blumeninsel,Gartenparterre

Havixbeck

Die barocke Gartenanlage des Wasserschlosses Haus Stapel soll wiederhergestellt werden. Im Vorfeld widmet sich eine Ausstellung im Baumberger-Sandstein-Museum, die noch bis Sonntag (20. Juni) zu sehen ist, den gestalterischen und gärtnerischen Besonderheiten.

Von Kerstin Adass

In der Sandsteinscheune ist die Ausstellung noch bis zum kommenden Sonntag zu sehen. Foto: Kerstin Adass

Wer einen eigenen Garten besitzt, weiß, wie schnell die Natur sich einen frisch gekürzten Rasen oder ein ordentlich angelegtes Beet zurückerobern kann. Unkraut ist eine Frage der Definition, seine Entfernung für viele ein persönliches Projekt.

Am Wasserschloss Haus Stapel soll die Gartenanlage bald umgestaltet und wiederhergestellt werden. Dazu wird im Februar 2022 ein „Parkpflegeseminar“ im Auftrag der LWL-Denkmalpflege stattfinden. Zur Einstimmung zeigt das Sandsteinmuseum noch bis Sonntag (20. Juni) die Ausstellung „Lustwäldchen, Blumeninsel, Gartenparterre. Geschichte und Gegenwart des Parks vom Wasserschloss Haus Stapel“.

Gartenanlage aus dem Jahr 1719

„Die Idee für die Ausstellung stammt von mir“, berichtet Museumsleiter Dr. Joachim Eichler nicht ohne Stolz in der Stimme. Er verschaffte sich bei einem Besuch zunächst einen Überblick über die barocke Gartenanlage aus dem Jahr 1719. „Ich habe gestaunt, was noch alles da war“, erinnert sich Eichler, „man konnte es bloß nicht mehr sehen.“ Das Gelände hat sich über Jahrhunderte stark verändert. Ehemalige Strukturen des „Lustwäldchens“ oder der „Blumeninsel“ sind durch starken Bewuchs nur noch zu erahnen. Die Ausstellung, welche in Zusammenarbeit mit dem Verein „KulturGUT“ und der Schlosseigentümerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz entstanden ist, zeigt nun die Geschichte des Zier- und Nutzgartens.

Parkpflegeseminar

Im Nebengebäude des Sandstein-Museums, das man über den Innenhof erreicht, erhalten Interessierte viele Informationen über Haus Stapel und die umliegende Parkfläche. In zwei Räumen befinden sich große Banner aus Stoff, die Auskunft über das Wasserschloss, die Ideen hinter seinem Garten und die Arbeiten im Rahmen des Parkpflegeseminars geben. Zudem gibt es Fotografien von Haus Stapel, Bilder aus einem alten Familienalbum und gezeichnete Karten der Anlage aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sehen.

Die Besucherzahlen des Sandsteinmuseums leiden momentan darunter, dass das Museumscafé auflagenbedingt noch geschlossen ist. Dr. Joachim Eichler hofft darauf, bald wieder Gäste im Café begrüßen zu können.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich kommenden Sonntag (20. Juni) zu sehen. Das Sandstein-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

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