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Droste-Festival auf Burg Hülshoff

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Auf Burg Hülshoff kündigt sich spannender Besuch an: Der schottische Dichter John Burnside wird zu Gast beim Droste-Festival vom 23. bis 27. Juni sein. „John Burnside ist einer der profiliertesten Autoren der Gegenwart“, betont das Center for Literature. Und gerät ins Schwärmen

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Beim Droste-Festival im Juni auf Burg Hülshoff wird der schottische Autor John Burnside sein jüngstes Buch vorstellen. Foto: Helmut Fricke

Der schottische Dichter John Burnside wird zu Gast beim Droste-Festival vom 23. bis 27. Juni (Mittwoch bis Sonntag) auf Burg Hülshoff sein. Gemeinsam mit seinem Übersetzer Bernhard Robben, und musikalisch begleitet von einem DJ, wird er am 24. Juni (Donnerstag) aus seinem jüngsten Buch „Über Liebe und Magie – I Put a Spell on You“ lesen. Die Lesung findet um 18 Uhr in der Vorburg statt und wird auch als Livestream übertragen.

John Burnside ist einer der profiliertesten Autoren der Gegenwart, so das Center for Literature auf Burg Hülshoff in einer Pressemitteilung. Er veröffentlichte mehr als ein Dutzend Gedichtbände, schreibt Belletristik, Essays und Memoirs und gewann für sein literarisches Werk zahlreiche Preise. In seinem jüngsten Memoir „Über Liebe und Magie – I Put a Spell on You“ (Penguin Verlag 2019) kombiniert er persönliche Erinnerungen mit Reflexionen über Glamour, Magie und Liebe.

John Burnside erzählt von seiner Herkunft aus dem Working Class-Milieu Nordenglands, von seinem Aufwachsen und den Versuchen, der Aufstiegshoffnung der Mutter gerecht zu werden und in Cambridge zu studieren. Er erzählt von der Magie von Musik und Kunst, von den Sehnsüchten, die sie erzeugen, und die einen antreiben oder in die Irre führen können. Er erzählt von unerreichbarer idealer Liebe und der Banalität von Beziehungen. Es sind die Bekenntnisse eines Einzelgängers, der die Abgründe der menschlichen Seele aus eigener Erfahrung kennt.

„John Burnside hat einen besonderen Blick auf die Welt. Er entdeckt hinter dem Alltäglichen das Magische; ihn fasziniert das Ambivalente, die Bezauberung und die Täuschung durch Schönheit, das Erfüllende und Zerstörerische der Liebe; er sucht nach dem Fremden im Bekannten. Gleichzeitig analysiert er scharfsinnig die Mechanismen unseres Zusammenlebens und reflektiert über soziale Herkunft und Privilegien“, schwärmen die Veranstalter.

Neben John Burnside aus Schottland beschäftigen sich beim Droste Festival auf Burg Hülshoff, im Haus Rüschhaus, auf dem dann eröffneten Lyrikweg und im Internet zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler in Lesungen, Gesprächen, Filmvorführungen der Filmwerkstatt Münster, Workshops, Walks und Performances mit den Frage, was Magie im 21. Jahrhundert bedeutet. Unter anderem werden Ulrike Almut Sandig und Grigory Semenchuk mit ihrer Poetryband „Landschaft“ am 27. Juni (Sonntag) unter freiem Himmel auf dem Lyrikweg ihre Zaubersprüche musikalisch freisetzen.

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