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Internationale Biologie-Olympiade

Martha Ebel steht in der nächsten Runde

Havixbeck

Weit über den Unterrichtsstoff der Oberstufe hinaus gehen die Aufgaben der Biologie-Olympiade. Drei Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule haben sich ihnen mit Erfolg gestellt.

Können stolz auf sich sein: Simon Jankord, Martha Ebel und Mina Dalili (v.l.) haben an der 33. Internationalen Biologie-Olympiade teilgenommen. Ebel hat sich zudem für die nächste Runde qualifiziert. Foto: AFG

Weshalb führen manche Immunisierungen zu einer lebenslangen Immunität und andere nicht? Wie lässt sich die Osmolarität von Kartoffelzellen bestimmen? Und: Wie aktiv ist ein körpereigenes Enzym?

Solche und noch viele weitere Aufgaben aus den Bereichen Immunologie, Genetik und Molekularbiologie standen auf dem Programm der 1. Runde der Internationalen Biologie-Olympiade 2022, die zum 33. Mal vom „Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik“ (IPN) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veranstaltet wird. Mina Dalili, Simon Jankord und Martha Ebel, angehende Abiturientinnen und Abiturienten der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG), haben in monatelanger Einzelarbeit Aufgaben bewältigt, die laut Biologielehrerin Jutta Kreimer-Bleeck „weit über den Unterrichtsstoff in der Oberstufe hinausgehen“.

Von Juni bis September an Aufgaben gearbeitet

„Von Juni bis September haben wir an den Aufgaben gearbeitet“, erzählt Martha Ebel. Die Herausforderung habe darin bestanden, Literatur zu finden und sich Sachzusammenhänge ohne Hilfe von Lehrpersonen zu erschließen. „Das war wie eine Facharbeit“, erzählt Ebel, „manches war sehr schwer“. Als Beispiel nennt Simon Jankord komplexe wissenschaftliche Fachartikel, die zudem nur auf Englisch verfügbar waren. Spaß gemacht habe vor allem die praktische Arbeit, etwa das Experiment zur Enzymaktivität, so Dalili.

Martha Ebel, die sich als einzige Preisträgerin der Gruppe international für die zweite Runde qualifiziert hat, spricht das Thema Immunisierung im Zusammenhang mit der aktuellen Problematik der Corona-Pandemie besonders an. Alle drei wissen bereits, dass sie nach dem Abitur ein naturwissenschaftliches Studium aufnehmen möchten und loben den Wettbewerb als eine Möglichkeit, einen „Einblick in wissenschaftliches Arbeiten“ zu bekommen.

Rundumschlag durch die Biologie

Für Martha Ebel heißt es nun, sich neben der Schule zusätzlich auf eine zweistündige Klausur mit komplexen Aufgaben aus den Bereichen Cythologie und Biochemie, Anatomie und Physiologie, Genetik und Evolution, Botanik, Ökologie, Systematik und Verhaltensbiologie vorzubereiten. Ein Rundumschlag quer durch die Biologie und damit eine gewaltige Herausforderung. Von den derzeit 500 bis 600 Preisträgerinnen und Preisträgern qualifizieren sich wahrscheinlich nur etwa 45 für die vorletzte Runde.

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