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Umweltausschuss

Mehrheit für die Hundewiese

Havixbeck

Ja, es wurde noch einmal nachgedacht. Vor allem darüber, dass es einen Verantwortlichen für die gewünschte Hundewiese als Ansprechpartner geben muss. Und dann wurde entschieden.

-til-

Munter über die Wiese springen: Das kann für Hunde in Havixbeck bald möglich sein. Foto: Daniel Naupold/dpa

Die einen möchten dem Projekt nun Freilauf gewähren, die anderen zumindest die künftigen Nutzer noch ein bisschen an die Leine nehmen. So lautet die zugegebenermaßen etwas hemdsärmelige Zusammenfassung einer doch recht länglichen Diskussion im Umweltausschuss über die geplante erste Hundewiese in Havixbeck.

Die wollen im Grundsatz alle Fraktionen unterstützen. Eine mögliche Fläche ist auch bereits gefunden. Nur ob es vorher noch einen Verein oder auch nur eine Interessengemeinschaft braucht, die sich künftig verantwortlich fühlt und bei Problemen als Ansprechpartner dient, darüber gab es unterschiedliche Meinungen.

Wie berichtet, hat die Verwaltung private Flächen im Flothfeld zwischen Kleingartenanlage und Sportzentrum als möglichen Standort aufgetan. Die sind „gut erreichbar und können ohne großen Aufwand für die Nutzung als Hundewiese gestaltet werden“, heißt es in der Beschlussvorlage, die am Donnerstag diskutiert wurde. Konkret soll dort von der Gemeinde eine Einzäunung des Geländes und der Schutz vorhandener Obstgehölze vorgenommen werden.

Pflege und Unterhaltung muss geregelt sein

So weit, so gut. Für Pflege und Unterhaltung der Fläche sollen sich aber Privatpersonen finden. Wie Fachbereichsleiterin Monika Böse berichtete, hätten sich dafür auch bereits Interessenten gemeldet. An der Formulierung in der Beschlussvorlage, dass die Verwaltung die Gründung eines entsprechenden Vereins aktiv begleite, schieden sich dann aber die Geister.

Johannes Richter meldete für die CDU-Fraktion Bedenken an. „Es sollte erst einen Verein geben, der sich drum kümmert. Es ist ja nicht wenig Geld, das wir da ausgeben“, sagte er. Und Hubertus Spüntrup (ebenfalls CDU) schob wenig später hinterher, es sei „klar, dass das noch nicht zu Ende gedacht ist.“ Denn es müsse bei Pro­blemen – beispielsweise wegen zu lauten Gebells –, für die Anwohner klar sein, wer Ansprechpartner ist.

Ansprechpartner notwendig

Den Einwurf nahm der Ausschuss dann auch durchaus auf, indem die Beschlussvorlage umformuliert wurde. Dahingehend, dass nunmehr klargestellt wurde, dass es einen Verein oder eine wie auch immer organisierte Interessengemeinschaft – denn auch darüber wurde diskutiert – geben solle, bevor die Einzäunung vorgenommen wird. Bürgermeister Jörn Möltgen (Grüne) warb zudem dafür, dem Projekt nun „mal ne Chance zu geben“, zumal die Fläche klein sei und der Aufwand gering. „Wir machen das auf kleinstmöglicher Flamme. Und wenn das nicht lüppt, können die Pfosten auch wieder gezogen werden“, sagte er. Gänzlich durchsetzen konnte er sich damit nicht. Denn der Ausschuss stimmte mit 9:3 Stimmen für die Vorlage. Die CDU blieb trotz der Klarstellung teilweise bei ihrem Nein.

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