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Hegering demonstriert Drohne

Moderne Technik rettet Tierleben

Havixbeck

In wenigen Wochen beginnt die Grasmahd, und dann sind Bodenbrüter oder auch Rehkitze in großer Gefahr. Helfen will der Hegering Nottuln-Havixbeck mit einer Drohne zur Tierrettung, die jetzt vor über 50 Jägern, Landwirten und Lohnunternehmern vorgestellt wurde.

Auf reges Interesse bei Jägern, Landwirten und Lohnunternehmern stieß die Livevorführung der Drohne zur Kitzrettung durch den Hegering Nottuln-Havixbeck. Foto: Hegering Nottuln-Havixbeck

Die Drohne zur Kitzrettung fliegt. Weit über 50 Besucher waren auf Einladung des Hegerings Nottuln-Havixbeck auf den Hof Scharlau Reißelmann gekommen, um die mit modernster Technik ausgestattete Drohne in einer Livevorführung zu sehen.

In wenigen Wochen beginnt die Grasmahd, und zur gleichen Zeit haben die Bodenbrüter wie Kiebitz, Lerche und Fasan ihre Nester in den Wiesen angelegt. In den Revieren werden die Rehkitze geboren, die von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt werden. Sie flüchten nicht bei Gefahren, sondern ducken sich im hohen Gras. So verenden bei der Grasmahd Vögel und Tiere und zusätzlich wird das Futter für die Tiere auf den Höfen verunreinigt, erläutert der Hegering in einer Pressemitteilung.

Wärmebildkamera spürt Tiere auf

Hier bietet der Hegering Nottuln-Havixbeck nun den Landwirten seine Hilfe an, die Grasflächen vor der Mahd mit der Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, nach Wildtieren und Vogelnestern abzusuchen. Hegeringleiter Karl Weckendorf freute sich sichtlich über das große Interesse der Jäger, Landwirte und Lohnunternehmer, die zum Teil mit ihrer ganzen Familie gekommen waren. Denn schließlich gebe es bei diesem anspruchsvollen Unternehmen vieles zu organisieren, logistisch vorzubereiten und abzusprechen. Michael Bleister vom Hegeringvorstand übernahm diese Aufgabe und stellte die Abläufe vor.

Die Drohne zur Kitzrettung steigt in den kommenden Wochen häufiger über Wiesen vor der Grasmahd auf. Foto: Hegering Nottuln-Havixbeck

Spannend wurde es, als die geprüften „Drohnenpiloten“ Adrian Vogts und Stefan Böwing das neue Suchgerät in die Lüfte steigen ließen. Bei einem Suchauftrag wird die Fläche des Landwirtes einprogrammiert. So fliegt die Drohne in einer Höhe von 50 Metern die Grasfläche selbstständig ab. Alle Tiere und Vögel, die sich in der Grasfläche verbergen, werden auf dem Display als helle Punkte angezeigt.

Ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Das Helferteam kommt dann zum Einsatz und bringt, zum Beispiel ein Rehkitz, in eine sichere Umgebung. Dort wird es später von den Rehmüttern wiedergefunden.

Alle Helfer werden sich ehrenamtlich für diese Naturschutzmaßnahme einsetzen. Die Drohne wurde aus Mitteln des Hegerings bezahlt und mit einem Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die laufenden Kosten werden von den Jägern getragen.

Jeder, der den Hegering bei dieser Maßnahme unterstützen möchte, ist willkommen und erhält weitere Informationen im Internet.

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