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Warntag auch in den Baumbergen

Am Donnerstag heulen die Sirenen

Nottuln/Havixbeck

Das Thema Warnung ist nicht mehr im Bewusstsein. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Warntag, an dem die Sirenen gehen. Vorgesehen ist dafür der Donnerstag (8. September).

Von Ludger Warnke

In Havixbeck und allen anderen NRW-Kommunen werden am Donnerstag die Sirenen ertönen. Grund ist der landesweite Warntag. Unser Bild zeigt die Sirene auf den Dach des Musikschulgebäudes. Foto: Ansgar Kreuz

Wenn die Sirenen plötzlich losheulen, sind Bürgerinnen und Bürger oft irritiert und wissen nicht, was die Warnsignale bedeuten oder wie man sich im Ereignisfall richtig verhält. Der Warntag in Nordrhein-Westfalen soll helfen, das Thema Warnung wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken, schreibt zum Beispiel die Gemeindeverwaltung Havixbeck.

Am Donnerstag (8. September) um 11 Uhr werden in allen NRW-Kommunen – also auch in Nottuln und Havixbeck – zeitgleich die örtlichen Warnkonzepte getestet. Zusätzlich wird per Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung versendet.

In Havixbeck bedeutet das, dass an diesem Tage alle vier stationär installierten Sirenen ausgelöst werden. Diese befinden sich auf dem Feuerwehrgerätehaus in Havixbeck, auf dem Feuerwehrgerätehaus in Hohenholte, auf einem Gebäude an der Schützenstraße sowie auf dem Gebäude der Musikschule. Weiterhin wird eine mobile Sirene getestet, die im Gefahrfall auf ein Autodach montiert wird, erläutert die Gemeinde Havixbeck. Diese Sirene kann dann in den Bereichen eingesetzt werden, die durch die stationären Sirenen nicht abgedeckt sind.

In der Gemeinde Nottuln mit ihren vier Ortsteilen gibt es insgesamt sechs moderne, ausnahmslos mit Digitaltechnik ausgestattete Sirenen, erläuterte Rechtsrat Stefan Kohaus, Leiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung in der Gemeindeverwaltung. Digital bedeutet in diesem Fall, dass die Sirenen einzeln je nach Bedarf durch die Kreisleitstelle angesteuert und ausgelöst werden können.

In Darup und Schapdetten befindet sich jeweils eine Sirene, in Appelhülsen und Nottuln sind es jeweils zwei. Fünf der sechs Sirenenanlagen sind so ausgestattet, dass sie nicht nur den Alarmton, sondern auch Sprachansagen verbreiten können. Lediglich die Sirene auf dem Dach der Marienschule Appelhülsen habe die Möglichkeit der Sprachansage im Moment nicht, so Kohaus weiter. Bei Bedarf können aber auch mit dem Einsatzwagen des Ordnungsamtes Sprachansagen an die Bevölkerung erfolgen.

Am Warntag in NRW wird bei allen Sirenen ein Probealarm ausgelöst. Dieser besteht aus einem eine Minute langen Dauerton (Entwarnung); eine Minute lang wird ein auf- und abschwellender Heulton zu hören sein (Warnung bei Gefahren) und eine weitere Minute noch einmal der Dauerton zur Entwarnung.

Ebenfalls in Vorbereitung ist ein bundesweiter Warntag. Auf Beschluss der Innenministerkonferenz wird dieser voraussichtlich am 8. Dezember stattfinden. Dabei soll auch das neue Warnmedium Cell Broadcast der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Cell Broadcast kann genutzt werden, um Warnmeldungen an alle dafür eingerichteten und empfangsbereiten, in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes befindlichen Mobilfunkendgeräte (Smartphone und konventionelles Handy) zu versenden“, erläutert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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