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Ortsführung für Flüchtlinge

Neue Heimat erkundet

Havixbeck

Bei einer Ortsführung und einem Kaffeetrinken brachte der Heimatverein Havixbeck 55 Flüchtlingen ihre neue Heimat näher.

Klaus de Carné

Haus Sudhues: Kein Platz blieb im Heimathaus frei, als alle Flüchtlinge und Helfer von ihrem Rundgang sich dort zum Abschluss trafen. Viele Gespräche und Erklärungen rundeten den Nachmittag ab. Foto: Klaus de Carné

Der Heimatverein Havixbeck und die Havixbecker Gruppe „INCA plus – offenes Havixbeck“ hatten am Samstag zu einem Rundgang für Flüchtlinge durch die Baumberge-Gemeinde eingeladen. „Wir führen das durch, auch wenn nur wenige Interesse zeigen“, hatte Organisator Hans-Heinrich Badengoth im Vorfeld angemerkt. Als Badengoth pünktlich um 14 Uhr an der Evangelischen Kirche ankam, da traute er seinen Augen nicht. Genau 55 Flüchtlinge, Einzelpersonen und Familien, waren gekommen, um daran teilzunehmen.

Mit einigen Helfern und Übersetzern ging er durch den Ortskern und zeigte den Menschen aus aller Welt ihre neue Heimat. „Diese Menschen haben ihre Heimat verloren und sind in einer total fremden Umgebung angekommen. Da müssen wir behilflich sein“, sagte Hans-Heinrich Badengoth, der sofort spürte, wie ergriffen die Menschen waren. Gerade der Heimatverein wolle den Menschen, die ihre Heimat fluchtartig unter großen Strapazen hätten verlassen müssen, ein Zeichen der Verbundenheit und Nähe geben.

Zum Schluss traf sich die große Gemeinschaft im Haus Sudhues zu einer großen Kuchentafel. Die Augen der kleinen und großen Syrer, Marokkaner, Ägypter, Iraner sowie Menschen aus vielen anderen Ländern waren freudig und glücklich. Warm war es in dem Heimathaus auch ohne Kamin. Der heiße Tee und der Bienenstich schmeckte allen gut.

Die Gemeinde habe inzwischen sehr viele Menschen aufgenommen. „Viele Ehrenamtliche sind mit Herz und Verstand dabei, diesen Menschen Hilfestellung für den Alltag zu geben. Die Bürger, die bei „INCA plus“ arbeiten, leisten eine wertvolle Hilfe“, so Badengoth. Er und Heinrich Wehmeyer holten im Sudhues ihre Jagdhörner heraus und begrüßten alle mit ein paar waidmännischen Tönen. Zum Schluss zeigte Falkner Frank Vogts mit einem Habicht sein Hobby und den Zusammenhang zum Ort. Am Abend gingen alle Teilnehmer mit freudigen Eindrücken in ihre Wohnunterkünfte zurück. Die Bürgerstiftung Havixbeck unterstützte das Treffen im Sudhues mit einer Geldspende.

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