Bis zu 65 000 Euro Fördermittel vom Bund für Haus Stapel

Neuer Glanz für alten Park

Havixbeck

Unter dem Wildwuchs ist der barocke Glanz, den der Park des Hauses Stapel einst versprühte, nur noch zu erahnen. Eigentümerin Dr. Mechthild Raitz von Frentz möchte die alten Strukturen hervorholen und die Anlage wieder zu einem Schmuckstück machen.

Der Park am Haus Stapel war einst ein barockes Schmuckstück – und er soll wieder eines werden. Dazu gibt es Unterstützung aus Berlin. „Der Bund beteiligt sich an der Sanierung des Parks mit bis zu 65 000 Euro“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Wofür das Geld eingesetzt wird, darüber informierte sich der CDU-Politiker vor Ort. Eigentümerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz führte den Parlamentarier über das Gelände, erklärte die Planungen und zeigte, was in den vergangenen Jahren geschafft wurde.

„Viel Idealismus“, so Henrichmann in seiner Pressemitteilung, brauche es einerseits, um einen kulturellen Schatz wie Haus Stapel für nachfolgende Generationen zu erhalten. Andererseits sei klar: Ohne Geld gehe es ebenfalls nicht. 70 Millionen Euro stellt der Bund deshalb im Denkmalschutz-Sonderprogramm X bereit, „Mittel, die sehr begehrt sind“. Deshalb freute sich der heimische Parlamentarier besonders, dass Haus Stapel den Zuschlag bekommen hat.

Führungen für die Allgemeinheit

Bei der Gestaltung des Parks hätten sich frühere Generationen „viel Mühe bei allen Details gegeben“, berichtete Freifrau Raitz von Frentz. Unter dem Wildwuchs sind diese Details heute nur zu erahnen. Die Eigentümerin will – auch mit Hilfe der Förderung – die „Reste der alten Struktur wieder hervorholen“. Die Waldkante soll erkennbar, die zugewachsenen Brunnengräften sollen wieder sichtbar werden. Das Rhododendron-Rondell wird erlebbar, die marode Mauerumfassung des Brunnens erneuert. Sind die geplanten Maßnahmen abgeschlossen, soll der Park mit Führungen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Erhalt eines Kulturschatzes

An Haus Stapel selbst ist ebenfalls einiges passiert. Die Eigentümerin zeigte als Beispiel das erneuerte Torhaus, wo der Sandstein frisch leuchtet. Ein neues Uhrwerk sorgt dafür, dass wieder stündlich die Glocke schlägt. Beeindruckt zeigte sich Henrichmann von dem großen Engagement für das Denkmal. „Der Erhalt eines solchen Kulturschatzes für die Gesellschaft insgesamt ist eine Lebensaufgabe. Deshalb ist es wichtig, dass der Bund die Eigentümerinnen und Eigentümer damit nicht allein lässt“, stellte er fest.

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