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Lern- und Entwicklungs-Zentrum in der Anne-Frank-Gesamtschule

Raum für individuelle Förderung geschaffen

Havixbeck

Einen eigenen Raum zur individuellen Förderung hat die Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck mit dem „Lern- und Entwicklungs-Zentrum“, kurz LEEZE, an beiden Standorten eingerichtet. Dort können die Schülerinnen und Schüler selbstständig in ruhiger Atmosphäre lernen.

Im LEEZE-Raum können Schülerinnen und Schüler alleine, vielleicht sogar durch eine Schallwand geschützt, oder in Gruppen arbeiten, recherchieren oder Beratungsgespräche mit einer Lehrkraft führen. Foto: AFG

Das Schulgesetz formuliert einen hohen Anspruch. Schon der erste Paragraf spricht vom Recht auf individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Doch wie setzen Schulen dieses Recht um?

Die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) hat sich ein besonderes Konzept ausgedacht: An beiden Schulstandorten wurde zu Beginn des Schuljahres ein eigener Raum zur individuellen Förderung eingerichtet: das „Lern- und Entwicklungs-Zentrum“, kurz LEEZE. Das Wortspiel mit der münsterischen Bezeichnung für das Fahrrad sei dabei bewusst gewählt: „Wer lernt, ist geistig unterwegs – und hat Freude daran“, erläutert Schulleiter Dr. Torsten Habbel mit einem Augenzwinkern.

Angenehme Arbeitsatmosphäre

Im LEEZE-Raum werden die Kinder jeweils von einer Lehrkraft, oftmals mit sonderpädagogischer Kompetenz, empfangen, berichtet die Schule in einer Pressemitteilung. Andreas Messing, ehemaliger Schüler der AFG und inzwischen als Sonderpädagoge zurückgekehrt: „Die Schülerinnen und Schüler kommen entweder auf eigenen Wunsch, weil sie beispielsweise eine besonders ruhige Lernumgebung für Einzel- oder Gruppenarbeit benötigen, oder sie haben einen konkreten Arbeitsauftrag und brauchen gezielte Unterstützung. Auch Beratungsgespräche sind möglich. Gemütliche Sitzgelegenheiten schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Digitale Geräte stehen zur Verfügung.“

LEEZE ergänzt den Fachraum

„Selbstverständlich fordern und fördern wir unsere Schüler und Schülerinnen auch im Klassenraum durch zahlreiche Unterrichtsmethoden und Differenzierungsmöglichkeiten“, hebt der Didaktische Leiter Stephan Humpohl hervor, „aber das LEEZE bietet mehr, es ergänzt den Fachraum. Wer sich schnell ablenken lässt, kann im LEEZE selbstständig in ruhiger Umgebung arbeiten.“ Das bestätigt Schülerin Amelie aus der 6.4: „Ich gehe gerne in das LEEZE, weil ich mich dort besser konzentrieren kann.“

Der LEEZE-Raum wird von den Schülern wie Lehrkräften gleichermaßen gerne angenommen. „Noch befinden wir uns in der Einführungsphase. Deswegen haben wir das LEEZE zunächst nur für die jüngeren Schüler geöffnet“, erläutert Stephan Humpohl das Konzept. „Aber wir können uns gut vorstellen, die Idee auch für die älteren Schüler fortzuführen.“

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