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AFG-Schülerinnen gewinnen beim Europäischen Wettbewerb

Siegersong: „We won‘t be the last“

Havixbeck

Lena Marie Thelen, Lilly Jansen und Ida Marie Howey haben sich voll reingehängt. Und ihr Engagement hat Erfolg gehabt. Sie sind mit einem Musikvideo Landessieger beim Europäischen Wettbewerb geworden.

wn

Beim 68. Europäischen Wettbewerb sind drei Schülerinnen der AFG Landessiegerinnen geworden und nehmen nun am Bundesentscheid teil (v.l.): Lilly Jansen, Ida Marie Howey und Lena Marie Thelen. Foto: Anne-Frank-Gesamtschule

Codes aus Nullen und Einsen flimmern über eine schwarze Leinwand. Dann wird der Hintergrund bunt und drei langhaarige Mädchen erscheinen. Zu Gitarre und Klavier setzt ihr Gesang ein: „Yesterday is gone, you should move on. Don‘t gamble away the future!” („Gestern ist vorbei, du solltest dich vorwärts bewegen. Verspiele die Zukunft nicht!“).

„We won‘t be the last – Wir werden nicht die Letzten sein“, ist der Titel dieses viereinhalbminütigen Videos, das drei Neuntklässlerinnen, Lena Marie Thelen, Lilly Jansen und Ida Marie Howey, gemeinsam gedreht haben. Von der Musik über den Text bis zum Videodreh haben die AFG-Schülerinnen alles in Eigenregie produziert. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer Lehrerin, Dr. Franziska Dittert, die als Geschichtslehrerin im Rahmen der Begabtenförderung der AFG die Initiative ergriff, mit 13 Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen am 68. Europäischen Wettbewerb teilzunehmen. Das Thema in diesem Jahr: „Digital EU and you – Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für unsere Gesellschaft?“ (wir berichteten).

Folgen der Corona-Pandemie für die Gesellschaft

„Mit wachsender Begeisterung“ hätten die drei fünf Monate an ihrem Projekt gearbeitet, erzählt Dittert. „Ich habe mich riesig gefreut, dass sie ihren Beitrag, trotz der oft schwierigen Umstände während der Pandemie, fertiggestellt haben.“ Das Engagement der Jugendlichen wurde belohnt: Mit „We won‘t be the last“ sind sie Landessieger in NRW geworden und nehmen nun am Bundesentscheid teil.

Was diesen Beitrag so besonders macht, ist neben den aussagekräftigen Bildern und der eingängigen Musik die brennende Thematik: „Die Hauptaussage ist, dass man nur zusammen Probleme wie Klimawandel oder Rassismus bewältigen kann“, sagt Lena. Und Lilly ergänzt: „Viele Bewegungen konnten nur durch die Sozialen Medien so präsent werden, wie sie es jetzt sind. Ohne das Internet hätten Themen wie ‚Fridays for Future‘, ‚Black Lives Matters‘ oder der Einsatz für alternative sexuelle Orientierung nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit bekommen.“ Im Refrain heißt es: „We don’t think virtually and it’s time to face reality. Start believin‘ us ‘cause we won’t be the last.“ – „Wir denken nicht virtuell, und es ist Zeit, sich der Realität zu stellen. Fangt an, uns zu glauben, denn wir werden nicht die Letzten sein.“ Dieses Statement spricht für sich, schreibt die AFG in einer Pressemitteilung.

Hauptaussage: Probleme gemeinsam angehen

Im Musikvideo werden viele Aussagen bildlich dargestellt. Neben dem fröhlichen Zeitraffer, der die Freude des Songschreibens vermittelt, beinhaltet das Video auch ernste Bilder, etwa eine erhobene Faust im Einsatz gegen Diskriminierung oder fliegende Wolken zum Sonnenuntergang. Die Balance stimmt – man sollte die Lage nicht unterschätzen, aber trotzdem zuversichtlich bleiben. „Wir sind total stolz auf unser Projekt“, sagt Ida. „Es war sehr zeitaufwendig, doch es hat sich definitiv gelohnt!“

Das Video der Schülerinnen ist auf der AFG-Homepage zu sehen:

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