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Picknick-Konzert auf Haus Stapel

Stimmungsvoller Ausflug in die Wiener Klassik

Havixbeck

Die Sopranistin Heike Hallaschka, der Trompeter Gerd Radeke und der Pianist Clemens Rave hatten ein facettenreiches Programm für das Picknick-Konzert im Innenhof des Wasserschlosses Haus Stapel zusammengestellt. Mit dem Publikum unternahmen sie eine Reise in die Wiener Klassik.

Von Axel Engels

Ein mit Feinsinn ausgewähltes Programm präsentierten (v.l.) der Pianist Clemens Rave, die Sopranistin Heike Hallaschka und der Trompeter Gerd Radeke im Innenhof des Hauses Stapel. Foto: Axel Engels

Die Musik aus den kaiserlichen Palästen der Hauptstadt Österreichs passte bestens zum Ambiente des Wasserschlosses Haus Stapel. Für das Picknick-Konzert am Wochenende hatten die Sopranistin Heike Hallaschka, der Trompeter Gerd Radeke und der Pianist Clemens Rave ein facettenreiches Programm zusammengestellt, das einen exquisiten Genuss für die über 200 Musikliebhaber bot.

Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, vor sowie nach dem Konzert auf dem Gelände des Wasserschlosses zu promenieren, sich von der besonderen Atmosphäre dieses Ortes einstimmen zu lassen. Die vielen mitgebrachten Picknickkörbe waren mit kulinarischen Köstlichkeiten bestückt, und so wurde dieses Konzert wieder einmal ein voller Erfolg.

Bestens aufeinander eingespielte Musiker

Heike Hallaschka, Gerd Radeke und Clemens Rave sind bestens aufeinander eingespielt und hatten mit Akribie und Feinsinn ein überaus abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Rudolf Sieczyńskis weltbekanntes Werk „Wien, du Stadt meiner Träume!“ mit dem Refrain: „Wien, Wien nur du allein. . .“ schien wie für die Eröffnung dieses Konzertes geschrieben zu sein. Mit Bravour gestaltete Heike Hallaschka dieses Lied, zeigte sich auch bei „An die Musik“ und „Die Forelle“ von Franz Schubert als versierte Liedsängerin.

Im Innenhof des Hauses Stapel machten es sich die Konzertbesucher bequem und genossen die Musik. Foto: Axel Engels

Als dann noch Gerd Radeke die als Serenade bekannte Fassung von „Leise flehen meine Lieder“ interpretierte, war dies sicherlich besonders exquisit musiziert. Als Solisten erlebte das Publikum ihn im besonders anspruchsvollen „Trompetenkonzert Es-Dur“ von Joseph Haydn. Dieses letzte große Instrumentalkonzert aus der Feder Haydns besticht durch seine musikalische Reife und Schönheit der Melodiegestaltung, bietet dabei trotzdem dem Solisten genügend Raum für virtuose Entfaltung. Mit differenzierter Anschlagskultur schuf Clemens Rave den farbenreichen Grund, auf dem sich Radeke mit einfühlsamer Spielweise entfalten konnte. Mit Lebendigkeit gestalteten beide Künstler den Finalsatz und wurden mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Großartige Konzertarien

Aber dieses Konzert hielt noch viele weitere Kostbarkeiten bereit. Der Bogen reichte von großen Konzertarien wie Wolfgang Amadeus Mozarts „Non piu di fiori“ bis zu seichteren Weisen wie Robert Stolz‘ „Im Prater blüh’n wieder die Blumen“ oder Carl Zellers „Schenkt man sich Rosen in Tirol“. Wenn dann noch ein „Tango“ von Isaac Albéniz und ein Arrangement des „Fledermaus-Walzers“ für Klavier erklang, man sich in Gefühlen treiben ließ bei dem mit großer Ausstrahlung gesungenen „Vilja-Lied“ von Franz Léhar, war das Vergnügen komplett an einem Nachmittag, an dem alles stimmte.

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