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AFG: Fünft- und Siebtklässler im Wettbewerb

Teamarbeit war gefordert und klappte

Havixbeck

Teamarbeit war beim Bolyai-Wettbewerb, an dem Fünft- und Siebtklässler der Anne-Frank-Gesamtschule teilnahmen, gefragt. Zum zweiten Mal war die Schule bei dem internationalen Mathewettbewerb dabei.

wn

Hatten Freude beim Knobeln: Die „Mathequeens“ Lene Stehr, Lea Daldrup und Johanna Gloe aus der Klasse 5.6 der Anne-Frank-Gesamtschule. Foto: AFG

Wie viel Zweibettzimmer hat ein Hotel, wenn 32 Personen Platz haben, aber nur zwölf Zimmer mit zwei, drei und vier Betten vorhanden sind? Wie viele Knoten entstehen, wenn man an einem Band zieht, das in diversen Schlaufen ausgelegt ist? Oder: Wie viele Streichhölzer kann man entfernen, damit von neun Dreiecken noch vier übrig bleiben? Von den fünf angebotenen Lösungen können bis zu fünf richtig sein.

Lea und Johanna mussten ganz schön grübeln, um die insgesamt 13 Aufgaben zu lösen. Für den Bolyai-Wettbewerb haben sich die Billerbecker Fünftklässlerinnen getroffen und noch mit Klassenkameradin Lene online vernetzt.

Johanna findet es toll, dass die Teilnahme freiwillig ist. Ebenso wie Lea, die sich durch den Wettbewerb besonders angespornt fühlte. Die Teilnahme im Februar war für die Elfjährige eine willkommene Abwechslung im Unterricht auf Distanz. Zusammen hat es gleich doppelt Freude gemacht.

Bolyai ist ein Wettbewerb, in dem es um Teamarbeit geht. Auf das Ergebnis können die drei Billerbecker „Mathequeens“ der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) stolz sein. Immerhin erreichten sie innerhalb Nordrhein-Westfalens den 32. von 154 Plätzen. Auch „Das Team“ kann sich freuen: Von 129 Plätzen ergatterten die Siebtklässler der AFG in Havixbeck den 25. Platz. Insgesamt haben sich fünf Teams der Jahrgänge 5 und 7 an der AFG beteiligt.

Seit 17 Jahren gibt es diesen Wettbewerb, der in Budapest von fünf Gymnasiasten und ihren Lehrern ins Leben gerufen wurde. Heute nehmen am Bolyai-Wettbewerb allein in Ungarn über 100 000 Schülerinnen und Schüler teil. Damit hat der Knobel-Wettbewerb in Ungarn alle laufenden Veranstaltungen dieser Art, einschließlich des beliebten Känguru-Wettbewerbs, überholt. Seit sechs Jahren sind deutsche Schülerinnen und Schüler dabei. Im vergangenen Jahr nahmen mathebegeisterte Kinder und Jugendliche aus 16 Bundesländern teil, insgesamt mehr als 23 000. Die AFG hat jetzt zum zweiten Mal mitgemacht.

„Die Teilnahme unter Corona-Bedingungen war eine besondere Herausforderung“, erzählt Mathe-Lehrer und Organisator für die AFG, Roman Hinze. Nachdem der Wettbewerb erst verschoben worden war, fand er online in einem kleinen Zeitfenster statt. „Die Schülerinnen und Schüler mussten die Zusammenarbeit selbstständig organisieren“, erklärt Hinze, „entweder per Telefon oder als Videokonferenz.“ Zwei Gruppen arbeiteten über IServ, dem Schulsystem der AFG, das seit einem Jahr von Pädagoginnen und Pädagogien wie von der Schülerschaft geschätzt und genutzt wird. Technische Probleme – etwa Verbindungsfehler – können trotzdem vorkommen, was Siebtklässler Hendrik als „ganz schön stressig“ empfand, wohingegen es Klassenkamerad Benjamin genossen hat, endlich mal wieder etwas „gemeinsam anzupacken“.

Mathelehrer Hinze ist sich sicher, dass alle ihr Bestes gegeben haben und freut sich schon auf den nächsten Wettstreit. In wenigen Tagen startet der Känguru-Wettbewerb. Und diesmal machen Mathe-Begeisterte verschiedenen Stufen mit.

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