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Schnupperangebot Blechblasinstrumente der Musikschule

Töne aus Trichtern und Schläuchen

Havixbeck

Still geworden ist es in der Musikschule Havixbeck trotz der Sommerferien nicht. Schnupperstunden und Workshops sorgen weiter für Leben in den Proberäumen. Auch am Ferienprogramm der Gemeinde beteiligt sich die Musikschule.

Von Kerstin Adass

In der Musikschule Havixbeck ist auch während der Sommerferien immer etwas los. Jetzt fand ein Schnupperangebot zum Thema Blechblasinstrumente unter der Leitung des Musikpädagogen Udo Wegmann (2.v.l.) und des Bufdis Otto Keller (4.v.l.) statt. Foto: Kerstin Adass

Mit dem Beginn der Sommerferien legt sich jedes Jahr eine gewisse Ruhe über viele Gebäude, die üblicherweise von Kindern und Jugendlichen belebt werden. In der Musikschule Havixbeck ist es dagegen auch während der Ferien selten richtig ruhig. Statt des regulären Unterrichts finden dort im Rahmen eines Ferienprogramms der Gemeinde verschiedene Workshops und Schnupperkurse statt.

„Wir sind schon von Anfang an beim Programm dabei, bestimmt seit fünf Jahren“, erzählte Hildegard Laufer von der Musikschule. In diesem Sommer wurde neben Schlagzeugworkshops, einer Querflöten-Schnupperstunde und Modern Dance auch ein Vormittag zum Thema Blechblasinstrumente angeboten. Finanziert werden die Angebote teils von der Gemeinde, teils von der Musikschule.

Instrumente aus Schläuchen und Trichtern gebaut

Der Musikpädagoge Udo Wegmann (Horn) und Otto Keller (Trompete), der seinen Bundesfreiwilligendienst an der Musikschule absolviert, stellten den drei teilnehmenden Grundschulkindern ihre Instrumente vor. Wegmann erklärte, dass der Klang bei Horn und Trompete nicht im Instrument, sondern im Körper des Musizierenden erzeugt wird: „Die Blechbläser sind ja neben den Sängern die einzigen, die den Ton selbst produzieren.“

Nach einer Einführung bastelten alle zusammen Instrumente aus Gartenschläuchen und Trichtern. Mit dem Trichter an einem Schlauchende und einem Mundstück am anderen schallten schon bald erste Töne durch die hohen Flure der Musikschule – und das ohne Vorerfahrung aufseiten der Kinder.

Probe des Salonorchesters miterlebt

Hildegard Laufer und Musikschulleiter Rainer Becker waren sehr zufrieden mit dem Vormittag, obwohl dieser im Gegensatz zu den anderen Schnupperangeboten nicht ausgebucht war. „Vielleicht liegt das daran, dass wir schon so viele Blechblasschüler haben“, meinte Laufer, „da ist der Bedarf gedeckt.“ Während ihrer Mittagspause konnten die drei Teilnehmenden eine Probe des Salonorchesters Da Capo beobachten und schon einmal Eindrücke aus dem Musikerleben sammeln. „Das ist eine wirklich gute Möglichkeit, ein Instrument intensiver kennenzulernen“, fasste es Musikschulleiter Rainer Becker zusammen.

Alternative zu Urlaubsreisen

Für Kinder sei gerade jetzt der Kontakt zu Gleichaltrigen essenziell, betonte Becker. „Viele fahren ja in diesem Jahr auch nicht in den Urlaub“, gab er zu bedenken, „der Spaß bei solchen Aktionen ist deshalb sehr wichtig.“ Spaß hatten die Grundschulkinder allemal – besonders, als Udo Wegemann sie beim Ausprobieren der Instrumente ermunterte, „erstmal ein unanständiges Pupsgeräusch zu machen“, aus dem dann der Ton entstehen sollte. „Die Musikschule lebt eben auch in den Ferien“, schmunzelte Rainer Becker.

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