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Open-Air-Konzert auf Haus Stapel

Trio unterhält auf hohem künstlerischen Niveau

Havixbeck

Sie sind keine Unbekannten bei den Konzerten auf Haus Stapel: Sopranistin Heike Hallaschka, Bass-Bariton Maximilian Kramer und Pianist Clemens Rave boten dem zahlreich erschienenen Publikum nun einmal mehr ein facettenreiches Programm.

Von Axel Engels

Sopranistin Heike Hallaschka, Bass-Bariton Maximilian Kramer und Pianist Clemens Rave boten ein facettenreiches Programm. Foto: Axel Engels

Ganz dem Titel des Liedes „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ aus den 49 Deutschen Volksliedern von Johannes Brahms folgend, hatten die Sopranistin Heike Hallaschka, der Bass-Bariton Maximilian Kramer und der Pianist Clemens Rave ein facettenreiches Programm für die Open-Air-Konzerte am Wochenende zusammengestellt. Die Konzerte im besonderen Ambiente des Innenhofs von Haus Stapel bieten immer ein inspirierendes Musikerlebnis, und auch diesmal wurden die zahlreichen Besucher auf hohem künstlerischen Niveau bestens unterhalten.

Heike Hallaschka und Clemens Rave konzertieren seit Jahren auf dem Wasserschloss und auch Maximilian Kramer ist dem Havixbecker Publikum wohl bestens bekannt durch seine Konzerte als Liedersänger sowie Interpret sakraler Kompositionen. Dieses Trio versteht sich gleichsam „ohne Worte“, zeigte bei diesem facettenreichen Konzert einen feinsinnigen Einblick in sein Repertoire.

Vom Kunstlied über Opern-Arien bis zu Musical-Melodien

An diesem Wochenende gab es aber keinen rein „romantischen Liederabend“. Das Trio präsentierte aus der Schatzkiste seines großen Spektrums einen stilistischen Crossover vom Kunstlied über Opern-Arien bis zu Musical-Melodien. Fünf Lieder von Johannes Brahms aus dem auf die Welt der großen Gefühle ausgerichteten Konzert gab es zu hören, wobei bei den Duetten „Schwesterlein, wann geh‘n wir nach Haus“ und „Da unten im Tale läuft’s Wasser so trüb“ die beiden Stimmen sich in einem bis ins kleinste Detail stimmigen Dialog über dem feinsinnig gespielten Klavierpart entfalteten.

Auch solistisch konnten Heike Hallaschka und Maximilian Kramer ihre ganzen Qualitäten einbringen, boten eine Lehrstunde in kultivierter Gesangskunst. Danach ging es mit sechs Arien aus den großen Opern „Don Giovanni“ und „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart gar köstlich weiter. Mit deutschem Text wirkten die Arien noch transparenter und inhaltlich nachvollziehbarer.

Erfahrener pianistischer „Begleiter“

Clemens Rave konnte mit versierter Spielweise immer den farbenreichen Grund liefern, er ist ein ganz erfahrener pianistischer „Begleiter“. Aber auch solistisch konnte man ihn bei diesem Konzert erleben. Bei Felix Mendelssohns „2 Liedern ohne Worte“ etwa wusste er den hinter virtuosem Gewand verborgenen Gehalt feinsinnig zu interpretieren.

Für das Finale hatten sich die drei Künstler noch etwas Besonderes vorbehalten. Da erlebte man sie mit Esprit und Leidenschaft in den Rollen der Eliza Doolittle und Professor Higgins in den weltbekannten Weisen aus „My Fair Lady“.

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