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Weitere Transporte in die Ukraine

Aufruf zur Hilfe zieht weite Kreise

Havixbeck

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft für die Ukraine ist überwältigend. Das zeigte sich auch im Wohnzimmer der Havixbecker Familie Gronau, wo sich bis zum Freitag die Kisten stapelten. Die Hilfsgüter wurden von dort zunächst auf den Weg nach Dorsten und dann weiter ins polnische Stettin gebracht.

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Vor der Abfahrt in Havixbeck bedankte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (l.) bei Andrea Gronau (2.v.r.) und Markus Gronau (2.v.l.) sowie ihren Mitstreitern für den großen Einsatz für die Menschen in der Ukraine. Von Havixbeck machten sich am Freitag Hilfsgüter auf den Weg. Foto: Büro Marc Henrichmann

Wer viele helfende Hände hat, ist eben schnell fertig mit dem Packen. Selbst wenn es – wie in diesem Fall – gleich 60, 70 Kartons und ungezählte Säcke waren. Weil aber Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte der Familie Gronau und auch der Havixbecker Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit anpackten, konnte man kaum so schnell gucken, wie alles aus dem Wohnzimmer der Familie verschwunden und aufgeladen war. Kurz darauf machte sich die Lieferung mit Hilfsgütern für die Ukraine auch schon auf den Weg nach Polen – mit der Zwischenstation Dorsten.

Kontakt aus dem Palliativnetz Kreis Coesfeld bittet um Hilfe

Zustande gekommen ist die Hilfe über die berühmten drei Ecken: Eine Mitarbeiterin des Palliativnetzes Kreis Coesfeld, dessen Vorsitzender der Havixbecker Arzt Dr. Hartmut Hoppe ist, hat private Kontakte nach Polen, die wiederum mit dem u­krainischen Konsulat im polnischen Stettin in Kontakt stehen. In der Whatsapp-Gruppe des Netzwerks bat sie um Hilfe. Der Mediziner teilte die Anfrage mit seinen Mitarbeiterinnen, zu denen auch Andrea Gronau zählt. Und über die wiederum wurde der Aufruf in Havixbeck weiterverbreitet sowie über ihren Mann Markus bei dessen Arbeitskollegen der Firma H+M Klimatechnik in Senden, die unter anderem die Transportmöglichkeiten stellte.

Medizinische Güter und Geldspenden machen sich auf den Weg

„So ist der Ball ins Rollen gekommen“, sagte Markus Gronau bereits am Donnerstag und war da selbst erstaunt, dass sich in seinem Wohnzimmer die Kartons stapelten. Dass so viel gespendet werden würde, damit sei nicht zu rechnen gewesen. „Teilweise wurde uns auch einfach Geld in die Hand gedrückt, damit wir kaufen, was gebraucht wird“, ergänzte Andrea Gronau. Außerdem kamen über Havixbecker Arztpraxen unter anderem Verbandsmaterial, Spritzen und Kanülen zusammen. Gespendet wurden auch rezeptfreie Medikamente, Babynahrung und Windeln, Kleidung. Und von den Geldspenden sind weitere 850 Euro übrig geblieben.

Von Havixbeck wurde alles am Freitag mit zwei Bullis und Anhängern nach Dorsten gebracht. Dort wurden weitere Spenden aus anderen Orten gesammelt und auf zwei 40-Tonner umgeladen, die die Güter dann zu ihrem Bestimmungsort – das ukrainische Konsulat im polnischen Stettin – brachten.

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