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Benefizkonzert für von der Hochwasserkatastrophe betroffene Baudenkmale

Verlust historisch wertvoller Gebäude verhindern

Havixbeck

Die Hochwasserkatastrophe hat den Menschen in den betroffenen Gebieten teilweise ihrer Existenz beraubt. Doch auch historisch wertvolle Gebäude sind beschädigt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will hier Hilfe leisten.

Beim Benefizkonzert auf Haus Stapel konnten sich Mechthild Freifrau Raitz von Frentz, Sigrid Karliczek vom DSD-Ortskuratorium Münster, Rezitatorin Prof. Dr. Ute Büchter-Römer und Pianistin Nadja Bulatovic (v.l.) über die große Resonanz und eine schöne Spendensumme freuen. Foto: DSD Ortskuratorium Münster

Das Ortskuratorium Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) unter der Leitung von Sigrid Karliczek veranstaltete im Innenhof von Haus Stapel ein Benefizkonzert, dessen Spendenaufkommen für von der Hochwasserkatastrophe betroffene Baudenkmale verwendet wird.

Die Spenden kommen dem Nothilfeprogramm der DSD zugute, das für geschädigte Denkmaleigentümer eingerichtet wurde. „Das Programm ermöglicht eine unbürokratische Soforthilfe, gilt es doch, den drohenden Verlust wertvoller historischer Gebäude zu verhindern“, erläutert Sigrid Karliczek in einer Pressemitteilung.

Besonders betroffen von der Hochwasserkatastrophe ist der Ort Bad Neuenahr-Ahrweiler, er wurde durch die verheerenden Wassermassen nahezu zerstört. Die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ute Büchter-Römer, geboren und aufgewachsen in Ahrweiler, und die Pianistin Nadja Bulatovic boten ein abwechslungsreiches Zusammenspiel von Text und Musik.

Musik und Rezitation für den guten Zweck

Unter dem Titel „Jahreszeiten . . .“ wechselten sich Klavierstücke von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy, und Peter Tschaikowsky mit der Rezitation von Texten Erich Kästners ab. Nadja Bulatovic spielte Klavierstücke aus Fanny Hensels Klavierzyklus „Das Jahr“. Nach der Rückkehr von ihrem einjährigen Italienaufenthalt reflektiert Fanny Hensel darin ihre Eindrücke der Monate des Jahres, den Charakter der einzelnen Monate, auch im Bezug zum Kirchenjahr. Auch Tschaikowsky fand in seinen „Jahreszeiten“ musikalischen Ausdruck für die verschiedenen Monate.

Im Wechsel mit den Klavierstücken las Ute Büchter-Römer Textpassagen von Erich Kästner. Sie rezitierte aus den Gedichten der „Dreizehn Monate“ sowie aus Kästners Biografie und anderen Werken.

Das im Innenhof von Haus Stapel aufgestellte Zeltdach erwies sich wegen des unbeständigen Wetters als sehr nützlich, ließ aber dennoch bei offenen Seitenwänden den Blick frei auf das klassizistische Herrenhaus und die Hofgebäude.

Die Veranstaltung brachte über 2600 Euro ein, teilt das Ortskuratorium Münster mit. Wer ebenso spenden möchte, kann dies tun an: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, IBAN DE78 3804 0007 0555 5552 00, Soforthilfe Hochwasserkatastrophe.

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