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Einrichtungsbezogene Impfpflicht im Marienstift und im Stift Tilbeck

Viel Aufwand und nur minimale Konsequenzen

Havixbeck

Auf den Start der in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen geltenden Impflicht haben sich das Marienstift Droste zu Hülshoff und das Stift Tilbeck in Havixbeck in den vergangenen Wochen gut vorbereitet. Wegen der jeweils sehr hohen Impfquoten werden die Auswirkungen des Gesetzes dort nur minimal sein.

Von Ansgar Kreuz

Für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gilt seit Mittwoch eine Impfpflicht. Darauf mussten sich auch das Marienstift und das Stift Tilbeck in Havixbeck vorbereiten. Foto: Sven Hoppe/dpa

„Ach ja, die gilt ja ab heute“, reagierte Tobias Vormann am Mittwochmorgen auf die Anfrage unserer Zeitung zum Start der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Das Thema hatte der Einrichtungsleiter des Marienstifts Droste zu Hülshoff für sich bereits abgehakt, denn die damit verbundenen Formalitäten hatte das Seniorenheim längst erledigt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu 100 Prozent geimpft und geboostert“, freut sich Vormann, dass sich durch die nun geltende Impfpflicht aktuell kein weiterer Handlungsbedarf ergebe.

Alle Mitarbeitenden müssen Impfnachweise erbringen

Dabei erstreckt sich die Impflicht nicht nur auf die Pflegenden oder die Mitarbeitenden des Sozialen Dienstes, die regelmäßig im direkten Kontakt mit den Bewohnern des Marienstifts stehen. Den Impfnachweis müssen alle Beschäftigen der Einrichtung, also auch Verwaltungsmitarbeiter, Küchenpersonal oder Hausmeister, erbringen. Gleiches gilt für externe Dienstleister, die Arbeiten im Marienstift erledigen.

Das Seniorenheim hatte sich schon früh um Corona-Schutzimpfungen bemüht. Von Beginn an sei die Bereitschaft, sich gegen das Virus impfen zu lassen, hoch gewesen, so Tobias Vormann. Auch unter den Bewohnern liege die Impfquote bei 100 Prozent.

Großer Verwaltungsaufwand

Reichlich Verwaltungsarbeit, aber nur sehr geringe Konsequenzen. So lässt sich die Lage nach der Einführung der einrichtungsbezogenen Impflicht in der Stift Tilbeck GmbH auf den Punkt bringen. „Es wird bei uns nicht einmal eine Handvoll Mitarbeiter sein, die wir an das Gesundheitsamt melden werden müssen“, erläuterte Personalleiter Uwe Holtmann. Und dies bei insgesamt rund 1200 Mitarbeitern innerhalb des gesamten Verbunds des Stiftes Tilbeck. Die Impfquote liege inzwischen nahe bei 100 Prozent.

Zusätzliche Arbeit bedeutet die Einführung der Impfpflicht für die Personalabteilung des Stiftes Tilbeck. Die Impfnachweise der Mitarbeiter hätten kontrolliert und die Daten an das Gesundheitsamt übermittelt werden müssen, erläutert Holtmann. Die Impfpflicht gelte aber ebenso für externe Unternehmen oder Handwerker, die im Stift Tilbeck tätig sind. Dazu würden entsprechende Vereinbarungen mit den Firmen getroffen und stichprobenhaft auch Kontrollen durchgeführt.

Gemeinschaft hält zusammen

Das Stift Tilbeck hat mehrere Impfaktionen für Mitarbeitende ebenso wie für Bewohner durchgeführt. Diese wurden rege angenommen. „Wir sind beeindruckt, wie die Gemeinschaft zusammenhält“, schaut Rebecca Kluge, Pressereferentin des Stiftes Tilbeck, auf die seit mehr als zwei Jahren anhaltende Pandemiezeit.

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